TOKIO, 14. Juni — Ein Startup für künstliche Intelligenz hat ein System entwickelt, das wissenschaftliche Arbeiten analysiert, um festzustellen, ob sie von Menschen verfasst oder von einer KI generiert wurden, mit der Hoffnung auf eine breitere Nutzung durch akademische Einrichtungen, wie Kyodo News berichtete.
Das von Valar Intelligence, einem in Osaka ansässigen Startup, entwickelte Identifikationssystem „Puddin AI" erfordert, dass Nutzer ihre Arbeiten auf der Plattform schreiben und einreichen.
Die Universität Kyushu testet das System bereits in Lehrveranstaltungen, während mehrere Dutzend Universitäten laut dem Unternehmen eine Einführung in Betracht ziehen.
Das System konzentriert sich auf den Schreibprozess und zeichnet auf, wann ein Nutzer mit dem Schreiben beginnt, seine Schreibgeschwindigkeit sowie die chronologische Reihenfolge der Überarbeitungen.
Wenn der Identifikationsbutton gedrückt wird, bewertet es die „Menschlichkeit" eines Textes anhand von rund 200 Indikatoren, darunter typische menschliche Rechtschreibfehler, Pausen zwischen Schreibsitzungen und die geschätzte Zeit, die für die Erstellung des Werks üblicherweise benötigt wird.
Das Kopieren und Einfügen einer KI-generierten Arbeit verkürzt den Schreibprozess erheblich, wodurch das System erkennen kann, dass ein bestimmter Text nicht von einem Menschen verfasst wurde.
Die Ergebnisse werden in drei Kategorien unterteilt: AI, AI-unterstützt und Mensch.
Laut dem Entwickler unterstützt das System Japanisch, Englisch und vier weitere Sprachen und kann Universitätsaufgaben, wissenschaftliche Arbeiten sowie Unternehmensdokumente analysieren.
„Ich möchte, dass die Studierenden sich Zeit nehmen und ihre Arbeiten selbstständig verfassen. Dieses System kann die Originalität überprüfen und so eine faire Bewertung ermöglichen", sagte Andrew John Chapman, außerordentlicher Professor für Energiewirtschaft an der Universität Kyushu. — Bernama-Kyodo


