Bitcoin hält sich eine weitere Woche über seinem 200-Wochen-Gleitdurchschnitt, einem Niveau, das historisch gesehen Bullenmärkte von längeren Bärenmärkten getrennt hat. Die Frage, die die Analystendiskussion derzeit beherrscht, ist, ob der jüngs
te Rückgang auf 59.000 $ das Zyklustief war oder lediglich ein vorübergehender Halt vor einem tieferen Einbruch in Richtung 30.000 bis 40.000 $.
Warum die Bullen optimistisch werden
Analyst Michaël van de Poppe bemerkte etwas Wichtiges darüber, wie der jüngste Ausverkauf verlief. Die Märkte fielen in einer einzigen Woche stark, die Art von Bewegung, die typischerweise Dynamik aufbaut und die Abwärtsbewegung weiter beschleunigt. Diese Beschleunigung blieb jedoch aus.
Anstatt weiter zu fallen, unterlief Bitcoin die jüngsten Tiefststände und erholte sich sofort wieder auf frühere Unterstützungsniveaus. Van de Poppe sagte, dieses Preisverhalten erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass der Zyklus-Tiefpunkt bereits relativ nahe sei, anstatt noch deutlich tiefer zu liegen.
„Das klingt nicht danach, dass wir definitiv 30.000 bis 40.000 $ sehen werden", schrieb er und deutete damit an, dass die aggressiven Abwärtsziele angesichts der Marktreaktion immer unwahrscheinlicher werden.
Das bärischere Szenario existiert weiterhin
Eine kursierenden Elliott-Wellen-Theorie-Analyse skizziert ein Szenario, in dem Bitcoin noch in den Anfangsstadien einer mehrjährigen Korrektur steckt, die vier bis fünf Jahre dauern und den Vermögenswert auf deutlich niedrigeren Niveaus in einer Handelsspanne halten könnte.
In diesem Szenario wäre die nächste Rallye, wann auch immer sie eintrifft, eine Korrekturbewegung und nicht der Beginn eines echten neuen Bullenmarkts. Sie könnte von den Tiefstständen aus immer noch eine zwei- bis dreifache Rendite erzielen, wäre aber wahrscheinlich holprig, mental zermürbend und würde von einem weiteren erheblichen Rückgang gefolgt.
Das zu beobachtende Signal ist die Struktur der ersten großen Erholung vom endgültigen Tief, was auch immer das sein mag. Ein starker Fünf-Wellen-Impuls nach oben würde darauf hindeuten, dass der Bärenmarkt vorbei ist. Eine schwächere Drei-Wellen-Bewegung würde darauf hindeuten, dass die größere Korrektur noch im Gange ist.
Worauf zu achten ist
Der 200-Wochen-Gleitdurchschnitt bei etwa 62.800 $ ist das unmittelbare Schlachtfeld. Ein Halten darüber hält beide Szenarien offen. Ein nachhaltiger Durchbruch darunter würde die Wahrscheinlichkeit in Richtung des bärischeren Mehrjahrausblicks verschieben.
Die Reaktionen auf die Unterstützung in den kommenden Wochen werden aufschlussreicher sein als jedes einzelne Kursniveau. Wie Bitcoin zurückprallt und ob dieser Rücklauf echte Stärke zeigt oder schnell nachlässt, wird bestimmen, welches Szenario sich tatsächlich entfaltet.







