Das Ministerium für natürliche Ressourcen und ökologische Nachhaltigkeit hat verschiedene Initiativen ergriffen, um Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren zu bewältigen, darunter die Einrichtung von Elefantenreservaten. (Bernama-Bild)
KOTA TINGGI: Zwischen 2021 und Mai dieses Jahres wurden landesweit insgesamt 76.361 Beschwerden über Wildtierkonflikte mit geschätzten Verlusten von 58,7 Millionen RM registriert, wie der Minister für natürliche Ressourcen und ökologische Nachhaltigkeit, Arthur Joseph Kurup, mitteilte.
Von der Gesamtzahl wurden 9.063 Beschwerden in Johor gemeldet, mit Verlusten in Höhe von 7,5 Millionen RM.
„Solche Konflikte müssen dringend angegangen werden, da sie nicht nur Schäden an Ernten und Eigentum verursachen, sondern auch zu Verletzungen und Todesfällen führen können", sagte er bei seiner Rede im Johor-Elefantenreservat.
Arthur sagte, dass Mensch-Wildtier-Konflikte mit Makaken, Elefanten, Wildschweinen, malaiischen Tigern und Tapiren einen zunehmend besorgniserregenden Trend zeigten.
Arthur Joseph Kurup.
Er führte die Situation auf den Habitatverlust zurück, der durch Landnutzungsänderungen für Landwirtschaft, Plantagen und den Bau linearer Infrastruktur wie Straßen, Staudämme, menschliche Siedlungen und städtische Gebiete verursacht wird.
„Elefanten benötigen beispielsweise weitläufige Streifgebiete von 10 bis 250 Quadratkilometern, je nach Nahrungsverfügbarkeit und Herdenstruktur", sagte er.
Arthur sagte, das Ministerium habe verschiedene Initiativen ergriffen, um Mensch-Wildtier-Konflikte zu bewältigen, insbesondere solche, die Elefanten betreffen.
Er verwies auf die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans zur Elefantenerhaltung (NECAP), die Einrichtung von Elefantenreservaten und des Nationalen Elefantenerhaltungszentrums (NECC) in Lanchang, Pahang, sowie auf die Installation elektrischer Elefantenzaunsysteme.
Die Johor-Regierung habe im vergangenen Jahr auch einen Sonderausschuss eingerichtet, um die Bemühungen zur Minderung von Mensch-Elefant-Konflikten im Bundesstaat zu koordinieren, fügte er hinzu.
Er sagte, gemeinsame Bemühungen der Johor-Staatsregierung, der Abteilung für Wildtiere und Nationalparks (Perhilitan), des Verkehrsministeriums und der Railway Assets Corporation seien auch entscheidend, um unkontrollierte Elefantenüberquerungen entlang der elektrifizierten Doppelspurbahn Gemas-Johor Bahru zu bewältigen, insbesondere an den Brennpunkten Labis-Bekok-Paloh und Mengkibol-Renggam.
Arthur überreichte außerdem Wildtierangriff-Schadenhilfe (BKHT) in Höhe von insgesamt 79.600 RM an neun Empfänger.


