Tech-Aktien verzeichneten diese Woche einen Markt-Rückgang, doch Ben Reitzes, Leiter der Technologieforschung bei Melius Research, sieht darin einen Grund zum Kaufen, nicht zur Panik.
In einem CNBC-Auftritt am Dienstag erklärte Reitzes, dass solche Ausverkäufe historisch gesehen Kaufgelegenheiten waren, und er sieht keinen Grund, warum dies diesmal anders sein sollte.
Reitzes hält Kaufempfehlungen für Halbleiterunternehmen wie Nvidia, Broadcom, Micron und AMD.
NVIDIA Corporation, NVDA
Bei Hyperscalern wie Microsoft, Oracle und Google ist er vorsichtiger.
Seine Begründung ist einfach: Hyperscaler investieren massiv in Infrastruktur und leiten dieses Geld direkt an Chiphersteller weiter. „Sie reichen das Geld an meine anderen Unternehmen weiter. Das wird nie aufhören", sagte er.
Er wies auch darauf hin, dass Hyperscaler aufgehört haben, Aktien zurückzukaufen, und sich Geld leihen, um ihre KI-gesteuerten Ausbauprojekte zu finanzieren. Chiphersteller wie Nvidia hingegen geben nach wie vor Kapital an die Aktionäre zurück.
Reitzes äußerte sich besonders kritisch gegenüber Microsoft-CEO Satya Nadella, der kürzlich ankündigte, Microsoft werde einen modellunabhängigen Ansatz bei KI verfolgen.
Am Wochenende distanzierte sich Nadella vom Unternehmen gegenüber führenden KI-Modellentwicklern wie OpenAI und Anthropic – obwohl Microsoft ein bedeutender Investor in beiden ist.
Reitzes sagte, Nadellas Aussagen deuteten darauf hin, dass das Unternehmen seine KI-Strategie noch immer im Laufe der Zeit entwickle.
Er fügte hinzu, dass er kein Interesse daran habe, in Hyperscaler zu investieren, solange diese ihre Geschäftsmodelle rund um verbrauchs- versus abonnementbasierte Preisgestaltung noch nicht geklärt haben.
Microsoft-Aktien stiegen am Dienstag trotz der Kritik um knapp 2 %.
Reitzes betrachtet KI und Computing als einen langfristigen strukturellen Wandel, nicht als kurzfristigen Handel.
Er sagte, die Welt befinde sich erst seit etwa drei Jahren in einem möglichen 20-Jahre-Trend. Er verglich Computing mit Öl und argumentierte, dass es Öl an Bedeutung eines Tages übertreffen werde.
Der Direxion Daily Semiconductor Bull 3X Shares ETF fiel zum Zeitpunkt des Interviews um mehr als 23 %. Der iShares Semiconductor ETF sank um fast 8 %.
Reitzes führte einen Teil des Ausverkaufs auf überfüllte ETF-Positionen zurück, die mit koreanischen Speicheraktien verbunden sind.
Der Invesco QQQ Trust ist in den vergangenen 12 Monaten um 36 % gestiegen. Der iShares U.S. Technology ETF legte im gleichen Zeitraum um 49 % zu.
Der Beitrag Tech Stock Selloff: Analyst Says Buy the Dip on Chipmakers erschien zuerst auf CoinCentral.


