SpaceX bereitet sich darauf vor, diesen Freitag an der Wall Street gelistet zu werden und bietet 555,6 Millionen Aktien zu je $135 an. Der Deal könnte rund $75 Milliarden einbringen und wäre damit der größte Börsengang der Geschichte.
CEO Elon Musk teilte JPMorgans Jamie Dimon auf X mit, dass das Unternehmen Kapital benötigt, um 100.000 Starlink-Satelliten der nächsten Generation einzusetzen und KI-Rechenzentren im Weltraum zu bauen. Musk, bereits der reichste Mensch der Welt, könnte der erste Billionär werden.

SpaceXs IPO-Bewertung liegt bei etwa dem 35-Fachen des erwarteten Umsatzes. Das ist ein Problem für einige seiner börsennotierten Mitbewerber.
AST SpaceMobile wird mit rund dem 80-Fachen des Forward-Umsatzes gehandelt. Rocket Lab wird mit fast dem 60-Fachen gehandelt. Beide Aktien sind im vergangenen Jahr stark gestiegen – um rund 150% bzw. 290%.
Da SpaceX nun einen direkten Bewertungsmaßstab liefert, könnten diese Multiples unter Druck geraten. Analysten bezeichnen dies als „Derating" – wenn Bewertungskennzahlen komprimiert werden, um einem etablierteren Vergleichswert zu entsprechen.
Intuitive Machines und Redwire sind ähnlichen Risiken ausgesetzt. Alle vier Unternehmen haben ein Short-Interest im Bereich von 20%, etwa drei- bis viermal so hoch wie der durchschnittliche Wert im Russell 1000. Das erhöht das Risiko eines Short Squeeze, falls SpaceXs Debüt die Raumfahrt-Aktien stattdessen nach oben treibt.
SpaceX ist nicht nur ein Raketenunternehmen. Sein Starlink-Dienst konkurriert direkt mit traditionellen Mobilfunkanbietern.
Die Aktien von Verizon, AT&T und T-Mobile sind im Vorfeld des Börsengangs aus Sorge vor Disruption bereits gefallen. Sollte der IPO enttäuschen, könnten sich diese Aktien erholen.
SpaceXs Prospekt nennt KI als größten potenziellen Markt und bewertet die Chance auf $22,7 Billionen. Die xAI-Einheit, die Anfang dieses Jahres mit SpaceX fusionierte, konkurriert mit Anthropic, OpenAI und Microsoft. Der Prospekt zeigt keinen klaren Weg zur Profitabilität für dieses Geschäft.
Ein schwaches Debüt könnte sich auch breiter auf KI-verknüpfte Aktien auswirken. SpaceX ist das erste defizitäre KI-Unternehmen, das an die Börse geht. OpenAI und Anthropic werden voraussichtlich später in diesem Jahr folgen.
Nasdaq hat seine Regeln geändert, um Unternehmen den Beitritt zum Nasdaq 100 bereits nach 15 Handelstagen zu ermöglichen, was SpaceX schnell zugutekommen könnte. S&P Dow Jones hält an seiner standardmäßigen 12-Monats-Anforderung fest.
Musk wird die Mehrheit der Class-B-Aktien halten und damit die vollständige Kontrolle über Unternehmensentscheidungen haben. SpaceXs eigene Einreichung warnt, dass ein Verlust von Musk schwer zu verkraften wäre.
Vor dem IPO wurden SpaceX-Aktien auf der Krypto-Plattform Hyperliquid bei rund $163 gehandelt – was einem Gewinn von rund 20% gegenüber dem IPO-Preis entspricht.
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