Apple erhöhte am Donnerstag die Preise für nahezu sein gesamtes Hardware-Sortiment, und Investoren reagierten negativ. Die Aktie fiel um etwa 6 % bzw. $18,78 und schloss bei rund $274,30, wodurch in einer einzigen Sitzung fast $200 Milliarden an Marktkapitalisierung vernichtet wurden.
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Die Preiserhöhungen betreffen Macs, iPads, HomePods, Apple TV und das Vision Pro Headset. Das M5 MacBook Pro beginnt nun bei $1.999, ein Anstieg um $300. Das Mac Studio verzeichnete den größten Sprung — eine Erhöhung von $1.300. Die Änderungen bei den meisten beliebten Modellen lagen zwischen $100 und $300.
Der Hauptgrund ist ein weltweiter Speicherchip-Mangel. Der Aufbau von KI-Rechenzentren hat enorme Mengen an DRAM und NAND-Flash-Speicher verbraucht und das Angebot für Hersteller von Verbrauchergeräten verknappt.
Laut TrendForce sprangen die Vertragspreise für DRAM allein in Q1 2026 um rund 90 % und stiegen in Q2 um weitere 60 %. NAND-Flash hat einen ähnlichen Weg eingeschlagen. Speicher- und Lagerkosten sind jetzt etwa viermal so hoch wie noch vor drei Quartalen.
Am selben Tag, als Apple abstürzte, erlebte Micron einen Höhenflug. Der Speicherchiphersteller meldete einen Rekordumsatz und eine Rekord-Bruttomarge von 84,9 %, womit er die Erwartungen der Wall Street übertraf. Micron gewann am Donnerstag über $100 Milliarden an Marktwert hinzu.
Dieser Kontrast zeichnet ein klares Bild. Der Speichermangel hat die Preismacht fest zu den Lieferanten verschoben. Für Unternehmen, die diese Chips kaufen — wie Apple — ist keine Erleichterung in Sicht. Micron erwartet, dass seine Bruttomarge im nächsten Quartal weiter auf rund 86 % steigen wird.
Apples Q2 2026-Ergebnisse, die den Zeitraum bis zum 28.03.2026 abdecken, zeigten einen Umsatz von $111,2 Milliarden — ein Anstieg von 17 % im Jahresvergleich — und ein EPS-Wachstum von 22 %. Die Bruttomarge erreichte 49,3 %. Diese Zahlen stammen jedoch größtenteils aus der Zeit vor dem schlimmsten Anstieg der Speicherpreise.
Die Neubepreisung vom Donnerstag ließ iPhone, Apple Watch und AirPods unberührt. Das könnte vorübergehend sein. Neue iPhone-Modelle werden im Herbst erwartet, und das Marktforschungsunternehmen Counterpoint schätzt, dass der Speicherengpass die Komponentenkosten pro Gerät um rund $200 erhöhen könnte. Modelle mit höherem Speicher dürften am stärksten betroffen sein.
Das iPhone macht etwa die Hälfte von Apples Gesamtumsatz aus, daher hat jede Preisentscheidung dort weitaus mehr Gewicht als Maßnahmen bei Mac oder iPad.
Apple wird bei $275 je Aktie mit etwa dem 33-fachen des Gewinns gehandelt. Dieser Aufschlag spiegelt das Vertrauen in die Margen und das Wachstum im Dienstleistungsbereich wider — das Dienstleistungssegment erreichte in Q2 einen Rekordwert von ~$31 Milliarden. Druck auf diese Margen lässt weniger Spielraum für Fehler.
Die Aktie ist in ihre alte Handelsspanne zurückgefallen, wobei die Zone zwischen $275 und $280 nun als wichtiges technisches Niveau gilt, das es zu beobachten gilt.
Der Beitrag Apple (AAPL) Aktie fällt um 6 %, da die Speicherkrise die größten Preiserhöhungen seit Jahren erzwingt, erschien zuerst auf CoinCentral.


