Sprecher Mike Johnson (R-LA) wandte sich an Präsident Donald Trump um Hilfe im Umgang mit Abgeordneter Anna Paulina Luna (R-FL), nachdem sie das Repräsentantenhaus gekapert und seine Agenda zum Entgleisen gebracht hatte.
Luna hat alle Abstimmungen im Plenum eingefroren, bis der Senat den Safeguard American Voter Eligibility Act verabschiedet – Trumps Wahlreform, die seit Monaten ins Stocken geraten ist. Johnson traf sich laut einem Bericht von Politico am Donnerstag mit Trump im Weißen Haus und suchte nach einem Ausweg.

Sie genieße das Privileg, das Oval Office ohne Voranmeldung betreten zu können, hieß es in dem Bericht. Johnson hingegen musste einen Termin buchen.
„Der Sprecher spricht viel mit dem Präsidenten. Aber Luna spricht noch mehr mit ihm", sagte ein Republikaner aus dem Repräsentantenhaus dem Medium anonym.
Bei einem Streit um ein Kryptowährung Gesetz im vergangenen Jahr verließ Luna ein Treffen im Finanzministerium, ging direkt zum Weißen Haus und betrat das Oval Office. Trump holte die gesamte Gruppe herein und räumte den Hardlinern ein Zugeständnis ein, hieß es in dem Bericht.
„Luna hat hier mehr operative Kontrolle als fast jeder andere", sagte ein zweiter Republikaner aus dem Repräsentantenhaus anonym.
„Es ist nicht meine Aufgabe, Vertrauensspiele mit dem Senat zu spielen, wenn dieser unser Vertrauen mehrfach aktiv verraten hat", sagte Luna dem Medium. „Außerdem steht der Präsident auf meiner Seite."
Die Blockade bedroht nun das jährliche Verteidigungsgesetz und vernichtet zwei Wochen Plenarzeit.
„Sie muss hier anfangen, ein Teamplayer zu sein", schimpfte Abgeordneter Ronny Jackson (R-TX). „Man kann kein Team aus einer Person sein."
Johnson soll Trump einen Kompromiss vorschlagen – ein Förderprogramm, das die Bundesstaaten zu strengeren Wähler-ID-Regeln drängt. Luna hat diesen Vorschlag bereits als unzureichend abgelehnt, hieß es in dem Bericht.
„Ich werde mit dem Präsidenten über diese Themen sprechen und darüber, wie die Agenda wieder in Schwung gebracht werden kann", sagte Johnson am Donnerstag gegenüber Reportern. Luna erwähnte er nicht namentlich.


