Digitaler Euro besteht wichtige EU-Ausschussabstimmung mit 43 zustimmenden Abgeordneten
EU-Gesetzgeber legen Datenschutzregeln für die Online- und Offline-Nutzung des Digitalen Euro fest

Europa will Abhängigkeit von den Zahlungsnetzwerken Visa und Mastercard verringern
EZB plant technische Standards für 2026 und Pilottests ab 2027
Abschließende Verhandlungen zum Digitalen Euro mit EU-Mitgliedstaaten könnten nach der Abstimmung im Juli beginnen
Europa ist einem souveränen Einzelhandels-Zahlungssystem nähergekommen, nachdem Gesetzgeber den Rahmen für den Digitalen Euro vorangebracht haben. Die Ausschussabstimmung stärkte die Pläne, die Abhängigkeit von ausländisch kontrollierten Kartennetzwerken zu reduzieren. Sie eröffnete auch die nächste Verhandlungsphase über Datenschutz, Zugang, Kosten und Finanzstabilität.
Der Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments billigte seine Position am Dienstag mit 43 zu 14 Stimmen. Der Vorschlag legt fest, wie der Digitale Euro im gesamten Euroraum funktionieren würde. Er regelt auch die Verteilung über Banken, Zahlungsunternehmen, regulierte Kryptounternehmen und Postämter.
Verbraucher könnten die Währung über Online-Konten oder Offline-Wallets nutzen, die auf persönlichen Geräten gespeichert sind. Offline-Guthaben würden wie Bargeld funktionieren, da der Verlust eines Geräts den dauerhaften Zugang zu gespeicherten Mitteln entziehen könnte. Online-Zahlungen hingegen würden kontobasierte Systeme verwenden, die von zugelassenen Dienstleistern verwaltet werden.
Der Vorschlag verlangt starke Datenschutzinstrumente, einschließlich Systemen auf Basis von Zero-Knowledge-Beweisen. Diese Instrumente würden Zahlungen verifizieren, ohne unnötige persönliche Daten an die EZB weiterzugeben. Dadurch würde die Zentralbank die Infrastruktur betreiben, ohne einzelne Nutzer direkt zu identifizieren.
Europäische Beamte betrachten den Digitalen Euro als Teil eines breiteren Strebens nach finanzieller Unabhängigkeit. Visa und Mastercard wickeln 61 % der Kartenzahlungen im Euroraum und nahezu alle grenzüberschreitenden Kartentransaktionen ab. Daher wollen Gesetzgeber eine öffentliche Option, die mehr Zahlungsinfrastruktur unter europäischer Kontrolle hält.
Die geplante Währung würde Bargeld und kommerzielle Bankdienstleistungen ergänzen, nicht ersetzen. Verbraucher würden Digitale-Euro-Guthaben in speziellen Wallets halten, wobei Behörden Obergrenzen für individuelle Guthaben festlegen würden. Die Europäische Kommission würde diese Grenzen nach Rücksprache mit der EZB festlegen und regelmäßig überprüfen.
Der Rahmen schließt Zinszahlungen auf Guthaben aus, um den Wettbewerb mit Bankeinlagen zu begrenzen. Unternehmen könnten eingehende Mittel vorübergehend halten, in der Regel nicht länger als 24 Stunden. Die meisten Händler würden Zahlungen akzeptieren, obwohl einige Kleinunternehmen und Selbstständige Ausnahmen erhalten würden.
Die EZB muss technische Standards, Tests und die Koordination mit Anbietern abschließen, bevor der Digitale Euro eingeführt werden kann. Offizielle erwarten technische Vorschriften im Jahr 2026 und Pilotprogramme ab 2027. Die Bank strebt vollständige technische Bereitschaft für eine mögliche Ausgabe bis 2029 an.
Der Vorschlag sieht eine Umsetzungsfrist von mindestens zwei Jahren vor, nachdem Gesetzgeber die endgültige Gesetzgebung verabschiedet haben. Grundlegender Kontozugang und Zahlungen würden kostenlos bleiben, während Anbieter regulierte Gebühren für zusätzliche Dienste erheben könnten. Offline-Zahlungen würden gemäß der Position des Ausschusses gebührenfrei sein.
Das Parlament erwartet eine Plenarsitzung in Straßburg Anfang Juli, gefolgt von Gesprächen mit allen 27 Mitgliedstaaten. Die Gesetzgeber streben an, die endgültige Einigung zum Digitalen Euro bis Ende 2026 abzuschließen. Unterdessen expandieren Dollar-gestützte Stablecoins weiter, was den Druck auf Europas Pläne zur Zahlungsautonomie erhöht.
The post Digital Euro Clears Key Vote as Europe Challenges US Payment Dominance appeared first on CoinCentral.


