Credo Technology (CRDO) stieg am Montag um 3,5 %, nachdem Evercore ISI-Analyst Mark Lipacis die Coverage mit einem Outperform-Rating und einem Kursziel von 325 $ aufgenommen hatte. Dieses Ziel liegt etwa 20 % über dem Rekordhoch-Schlusskurs von 271,83 $ am Freitag.
Credo Technology Group Holding Ltd, CRDO
Die Initiierung erfolgte am selben Tag, an dem BNP Paribas eine eigene bullische Einschätzung zum Unternehmen veröffentlichte, was für CRDO-Investoren einen geschäftigen Montagmorgen bedeutete.
Lipacis argumentierte, dass die Wall Street das langfristige Potenzial von Credo unterschätzt. Derzeit sehen die meisten Investoren das Unternehmen als kupferbasiertes KI-Konnektivitätsspiel – eine Einschätzung, die Evercore für zu eng hält.
Die zentrale These des Unternehmens lautet, dass Credo kurz vor einer bedeutenden Neubewertung steht, da sein optisches Portfolio an Dynamik gewinnt.
Credo hat sich seinen Ruf durch den Verkauf vollständiger Active Electrical Cable (AEC)-Systeme – also das vollständige Kabel inklusive Silizium – statt einzelner Chips aufgebaut. Nun wendet das Unternehmen dieselbe Gesamtsystemstrategie auf die Optik an und bringt optische DSPs, Silicon Photonics sowie seine ZFOptics-Module auf den Markt.
Evercores Finanzprognosen sind nach jedem Maßstab aggressiv. Das Unternehmen modelliert für 2026 ein Wachstum von 100 % im Kerngeschäft von Credo mit AEC-Kupferkabeln, gefolgt von einem weiteren Sprung von 60 % im Jahr 2027.
Auf der optischen Seite erwartet Evercore, dass das neue Portfolio Ende nächsten Jahres an Fahrt gewinnt und bis 2027 potenziell 25 % des Gesamtumsatzes ausmachen könnte.
Die Schlagzahl ist die EPS-Prognose für 2028: 13 $+, was eine jährliche Gewinnwachstumsrate von über 70 % über drei Jahre impliziert. Das liegt etwa 40 % über dem, was der Rest der Wall Street modelliert.
Bei 325 $ argumentiert Evercore, dass die Aktie tatsächlich günstig ist – mit einem PEG-Verhältnis von nur 0,4x basierend auf den Schätzungen für 2028.
BNP Paribas-Analyst Karl Ackerman äußerte sich separat mit einer eigenen konstruktiven Einschätzung. Er behielt sein Kursziel von 275 $ bei, legte jedoch einen detaillierten Fall dar, warum Credos adressierbarer Gesamtmarkt stark gewachsen ist.
Ackerman hob auch die Kundendiversifikation als wachsenden Pluspunkt hervor. Er erwartet, dass drei bis vier Hyperscaler-Kunden bis zum Geschäftsjahr 2027 jeweils mehr als 10 % des Umsatzes repräsentieren werden, wobei Neoclouds im Laufe der Zeit möglicherweise 20 % des Umsatzes erreichen könnten.
Credo ist derzeit mit fünf der sechs großen Hyperscaler im Geschäft – darunter vermutlich Amazon, Meta, Microsoft, xAI und Oracle.
BNP verwies zudem auf eine starke Lieferkettenvisibilität, wobei Hyperscaler-Kunden Nachfrageprognosen für 12 bis 36 Monate im Voraus sowie feste Bestellungen drei bis sechs Monate im Voraus liefern.
Credos optisches DSP-Portfolio ist auf dem Weg, im Geschäftsjahr 2027 Umsätze von über 100 Mio. $ zu erzielen.
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