Die stellvertretende Ministerin für Frauen, Familie und Gemeinschaftsentwicklung Lim Hui Ying sagte, dass Opfer sexueller Belästigung das Tribunal ansprechen können, auch wenn sie unsicher sind, wie sie eine formelle Beschwerde einreichen sollen. (Bernama pic)
GEORGE TOWN: Das Anti-Belästigungs-Tribunal, das die Regierung 2024 eingerichtet hat, hat bisher weniger Benutzerbeschwerden erhalten als erwartet, sagt die stellvertretende Ministerin für Frauen, Familie und Gemeinschaftsentwicklung Lim Hui Ying.
Sie sagte, dies zeige, dass viele Opfer noch immer Angst hätten oder unsicher seien, sich zu melden, hauptsächlich aufgrund mangelnden Bewusstseins und des Stigmas, das mit solchen Fällen verbunden ist.
„Weniger als 100 Fälle seit 2024 ist eigentlich recht wenig. Viele Opfer sexueller Belästigung schämen sich und haben Angst, eine Beschwerde einzureichen", sagte sie nach einer Veranstaltung gegenüber Reportern.
Lim sagte, dass Opfer am Arbeitsplatz oft zögerten, Benutzerbeschwerden einzureichen, aus Angst, dass es ihre Karriere beeinträchtigen könnte, und manchmal suchen sie keine Entschädigung, sondern lediglich eine Entschuldigung.
Sie sagte, ihr Ministerium versuche auch, durch Aufklärungskampagnen mehr Opfer zu ermutigen, sich zu melden.
Lim fügte hinzu, dass Opfer nicht wussten, dass sie Benutzerbeschwerden online einreichen und sich auch an das Tribunal wenden können, um zu erfahren, wie sie eine formelle Beschwerde einreichen können.
„Sie werden Sie führen und Ihnen sagen, was zu tun ist", sagte sie und fügte hinzu, dass sexuelle Belästigung nicht auf körperliche Handlungen beschränkt ist, sondern auch Nachrichten, visuelle Inhalte, Augenkontakt und Körpergesten umfasst.
Laut Lim hat das Tribunal im Januar ein Online-Beschwerdesystem eingeführt, während Opfer außerhalb von Kuala Lumpur nicht in die Hauptstadt reisen müssen, damit ihre Fälle angehört werden.
Sie sagte, das Tribunal habe Mitglieder im ganzen Land, während Beamte in andere Bundesstaaten reisen könnten, um Anhörungen durchzuführen.
Lim fügte hinzu, dass das Tribunal anstrebt, Fälle innerhalb von 60 Tagen nach Beginn des Verfahrens beizulegen, während Kinderopfer Beweise aus einem separaten Raum per Live-Video einreichen können, anstatt dem Gremium direkt gegenüberzustehen.
Das Anti-Belästigungs-Tribunal hat seit Beginn seines Betriebs am 08.03.2024 bis zum 07.06. insgesamt 99 Benutzerbeschwerden erhalten.
Der Ministerin für Frauen, Familie und Gemeinschaftsentwicklung Nancy Shukri wurde berichtet, dass 80 Benutzerbeschwerden gelöst wurden, während 19 noch in Bearbeitung sind.


