Ethereum-Investoren hatten ein brutales Jahr 2026. Die zweitgrößte Kryptowährung ist im Q1 um 29,26 % gefallen und im Q2 bisher um weitere 20,78 %. Das bringt ETH auf Kurs für das zweithöchste erste Halbjahr, nur hinter 2022.
Aber ein Analyst, Daan, hat gerade eine einfache Frage gestellt: Ist es jetzt Zeit zu akkumulieren?
Seine Antwort tendiert für langfristige Käufer zu Ja, obwohl er warnt, dass Bärenmärkte länger als erwartet dauern können.
Lassen Sie uns seinen Tweet, die von ihm geteilten Daten und Ethereums aktuelles technisches Setup analysieren. Dann werde ich meine eigene Meinung dazu äußern, ob ich hier kaufe.
Der beliebte Analyst Daan postete auf X, dass Ethereum eine extrem schlechte neun Monate erlebt. Der Token hatte seinen Höchststand nach dem „BMNR-Akkumulierungswahn" und ist seitdem gefallen.
Er teilte drei wichtige Datenpunkte:
Daan glaubt immer noch, dass Ethereum eine wichtige Rolle bei der Tokenisierung, DeFi(Dezentralisierte Finanzen) und dem breiteren Krypto-Ökosystem spielen wird. Er denkt auch, dass die aktuellen Niveaus endlich wieder attraktiv für eine langfristige Akkumulierung über Jahre sind.
Aber er fügte eine wichtige Warnung hinzu: Bärenmärkte können länger andauern, als Sie erwarten. Etwas trockenes Pulver für unvorhergesehene Umstände zu behalten schadet nie. Langsam und stetig gewinnt das Rennen.
Das von Daan geteilte Bild zeigt Ethereums Quartalsergebnisse von 2016 bis 2026.
Die 2026-Daten sind schmerzhaft:
Nur 2022 hatte ein schlechteres erstes Halbjahr: Q1 -10,75 % und Q2 -67,34 %. Das war der Zusammenbruch nach dem LUNA-Kollaps und dem Three Arrows Capital-Desaster.
Auffällig ist, wie selten aufeinanderfolgende rote Quartale sind. Vor 2022 hatte Ethereum nie zwei aufeinanderfolgende negative Quartale. Jetzt ist es in vier Jahren zweimal passiert. Das signalisiert eine ungewöhnlich lange und tiefe Korrektur.
Die Tabelle zeigt auch Ethereums historische Tendenz, nach tiefen roten Perioden stark zu erholen. Q3 2022 war +24,09 %, Q3 2023 war -13,64 % (mild), aber Q4 beider Jahre verzeichnete starke Gewinne (+36,66 % in 2023, +28,34 % in 2024). Die Frage ist, ob 2026 diesem Muster folgt oder es bricht.
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Der bereitgestellte TradingView-Chart zeigt ETH/USD im 4-Stunden-Zeitrahmen (Bitstamp) zum heutigen Tag (14.06.2026).
Kursentwicklung: Ethereum wird derzeit nahe $1.675 gehandelt. Der Preis konsolidiert sich in den letzten zwei Wochen zwischen ungefähr $1.550 und $1.800. Die 4-Stunden-Kerzen zeigen niedrigere Hochs und niedrigere Tiefs seit der frühen Juni-Erholung von $1.550.
200-Tage gleitender Durchschnitt: Die blaue Linie im Chart liegt bei $2.414. Das sind fast 45 % über dem aktuellen Preis. Ethereum wird seit Ende April deutlich unter seinem 200-Tage-MA gehandelt, ein klassisches Zeichen eines Bärenmarkts. Historisch gesehen muss ETH den 200-Tage-MA zurückgewinnen, um eine Trendwende zu signalisieren.
Quelle: TradingView
RSI (14): Der RSI im 4-Stunden-Chart zeigt 52,86 – perfekt neutral. Das sagt uns, dass keine überverkaufte Erholung ausstehend ist, noch gibt es überkauften Druck. Der Markt ist kurzfristig ausgewogen, aber dieses Gleichgewicht neigt sich zur Abwärtsseite, weil der Preis in der Nähe der Tiefs feststeckt.
Wichtige Niveaus:
Prognose für heute (14.06.): Ethereum wird wahrscheinlich zwischen $1.650 und $1.720 gehandelt. Über das Wochenende wird kein großer Katalysator erwartet. Ein Bruch über $1.720 könnte ETH dazu bringen, nächste Woche $1.800 zu testen. Ein Bruch unter $1.650 würde $1.600 erneut testen.
Daan macht einen vernünftigen Fall. Ethereum ist historisch gesehen günstig im Verhältnis zu seinem 200-Tage-MA. Die Quartalsergebnistabelle zeigt, dass tiefen roten Perioden oft starke Erholungen gefolgt sind.
Aber ich akkumuliere Ethereum persönlich gerade nicht.
Hier ist der Grund.
Erstens ist das makroökonomische Umfeld noch immer feindselig. Die Bank of Japan wird voraussichtlich am 16.06. die Zinsen erhöhen. Frühere BOJ-Zinserhöhungen lösten Bitcoin-Rückgänge von 18-32 % aus. Ethereum wird sich nicht abkoppeln. Ein weiterer Rückgang ist möglich.
Zweitens halten die ETF-Abflüsse an. Institutionen kaufen nicht. Das 30-Tage-ETF-Nachfragewachstum liegt auf seinem schlechtesten Stand seit dem Start. Ohne diese strukturelle Nachfrage hat Ethereum keinen Treibstoff für eine nachhaltige Rally.
Drittens sind die Sommermonate im Krypto-Bereich historisch gesehen langsam. September und Oktober haben oft bessere Einstiegspunkte nach der Sommerflaute markiert. Ich würde lieber trockenes Pulver aufbewahren – genau das, was Daan empfohlen hat – und entweder auf einen Kapitulationsanstieg bei realisierten Verlusten oder ein klares Umkehrsignal warten, wie z. B. einen Tagesschluss über $1.800.
Ich könnte ab September mit dem Akkumulieren beginnen, wenn der harte Sommer endet und makroökonomische Katalysatoren (Fed, BOJ, Spannungen im Nahen Osten usw.) klarer werden. Bis dahin beobachte ich. Natürlich keine Finanzberatung.
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Der Beitrag Zeit, Ethereum zu kaufen? ETH auf Kurs für das zweithöchste erste Halbjahr – aber Analyst sagt Ja erschien zuerst auf CaptainAltcoin.


