Der Wettlauf um klare Krypto-Regeln in den Vereinigten Staaten könnte in seine letzte Phase eintreten. Ein hochrangiger Beamter des Weißen Hauses gibt an, dass die Regierung darauf abzielt, den CLARITY Act bis zum 4. Juli durch den Senat zu bringen. Dies ist eine Frist, die zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, da Gesetzgeber darauf drängen, den ersten umfassenden Rahmen für die Marktstruktur digitaler Assets des Landes zu finalisieren.
Der erneuerte Zeitplan hat in der gesamten Krypto-Branche neue Aufmerksamkeit geweckt. Viele betrachten die Gesetzgebung als eine der wichtigsten Krypto-Regulierungsnachrichten seit Jahren. Mit dem Potenzial, die Art und Weise, wie digitale Assets in den Vereinigten Staaten reguliert, gehandelt und entwickelt werden, neu zu gestalten.
Patrick Witt, Mitglied des Beratungsrats des Präsidenten für digitale Assets, bekräftigte kürzlich das Ziel der Regierung in einem Live-Interview.
Auf die Frage der Journalistin Eleanor Terrett, ob der 4. Juli weiterhin das Zieldatum für die Verabschiedung des Gesetzentwurfs sei, antwortete Witt, dass täglich Fortschritte erzielt werden und das Weiße Haus weiterhin auf dieses Ziel hinarbeite.
Der Zeitpunkt hat symbolischen Wert. Die Regierung hat zuvor angekündigt, dass sie die Gesetzgebung zur Krypto-Marktstruktur gerne während der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten unterzeichnet sehen würde. Es bleiben jedoch noch einige Hürden, bevor eine endgültige Abstimmung des Senats über den CLARITY Act stattfinden kann.
Der CLARITY Act zielt darauf ab, einen klaren regulatorischen Rahmen für digitale Assets zu schaffen. Unter dem Vorschlag würden viele Kryptowährungen als digitale Rohstoffe eingestuft und der Aufsicht der CFTC unterstellt. Investitionsverträge, die mit digitalen Assets verbunden sind, würden weiterhin von der SEC reguliert.
Die Gesetzgebung befasst sich auch mit Stablecoins, dezentralen Finanzanwendungen und breiteren Marktstrukturthemen. Befürworter argumentieren, dass das Gesetz die regulatorische Unsicherheit verringern würde, die Innovationen verlangsamt und einige Krypto-Unternehmen ins Ausland getrieben hat.
Zu den stärksten Befürwortern des Gesetzentwurfs gehört Senatorin Lummis, die wiederholt zu schnellem Handeln aufgerufen hat. „Die Regeln für digitale Assets existieren. Wir müssen sie nur zum Gesetz machen. Das ist es, was der Clarity Act tut", schrieb sie in einer aktuellen Erklärung.
In einem anderen Beitrag beschrieb Senatorin Lummis die Gesetzgebung als eine dreiteilige Lösung für die Branche. „Der Clarity Act gibt Entwicklern Gewissheit. Er gibt Investoren Schutz. Er gibt den Märkten Integrität. Alle drei sind wichtig." Ihre Kommentare spiegeln eine wachsende Überzeugung unter Gesetzgebern wider, dass regulatorische Sicherheit notwendig ist, damit die Vereinigten Staaten im globalen Markt für digitale Assets wettbewerbsfähig bleiben.
Trotz des Schwungs ist die Verabschiedung des Gesetzentwurfs noch nicht garantiert. Die Gesetzgebung hat das Repräsentantenhaus bereits mit parteiübergreifender Unterstützung passiert und ist Anfang des Jahres durch den Senats-Bankenausschuss vorangekommen. Es sind jedoch noch 60 Stimmen im Senat erforderlich, um einen Filibuster zu überwinden.
Gesetzgeber verhandeln auch weiterhin über ethikbezogene Bestimmungen und andere offene Fragen, die die endgültige Abstimmung beeinflussen könnten. Angesichts eines vollen Gesetzgebungskalenders räumen Befürworter ein, dass das Timing eine der größten Herausforderungen bleibt.
Für Entwickler könnte der CLARITY Act die lang ersehnte rechtliche Gewissheit darüber bieten, welche Behörde verschiedene digitale Asset-Aktivitäten überwacht. Klare Zuständigkeitsregeln könnten mehr Blockchain-Projekte dazu ermutigen, in den Vereinigten Staaten zu entwickeln und zu betreiben.
Für Investoren könnte die Gesetzgebung den Marktschutz verbessern und gleichzeitig die Verwirrung rund um Tokenarten verringern. Klarere Regeln könnten auch eine stärkere institutionelle Beteiligung im Krypto-Sektor fördern.
Da der Zieltermin 4. Juli näher rückt, deuten die neuesten Nachrichten zum Krypto Clarity Act darauf hin, dass Washington sich einem regulatorischen Rahmen nähert, den die Branche seit Jahren angestrebt hat. Ob der Senat eine erfolgreiche Abstimmung über den Clarity Act vor der Frist abschließen kann, bleibt nun die entscheidende Frage.
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