Die ESMA hat nach dem Ende der EU-Übergangsfrist 37 MiCA-lizenzierte Krypto-Unternehmen hinzugefügt. Das Update erhöhte das Krypto-Register des Blocks auf 280 Anbieter. Dieser Schritt signalisiert eine Verlagerung von der Regelsetzung zur direkten Marktaufsicht.
Die ESMA veröffentlichte am Mittwoch das erste Register-Update nach dem Ende der MiCA-Übergangsfrist. Das Update am Freitag fügte Unternehmen hinzu, die nun eine Genehmigung als Krypto-Asset-Dienstleister besitzen. Daher bietet das Register den Märkten nun einen klareren Überblick über lizenzierte EU-Betreiber.

Das vorherige ESMA-Update, das am 26.06. veröffentlicht wurde, listete 243 Krypto-Asset-Dienstleister auf. Das neueste Update erhöhte diese Zahl auf 280. Infolgedessen traten 37 weitere Unternehmen in das formelle Krypto-Aufsichtssystem der EU ein.
Die neuen Einträge umfassen Standard Chartered, FalconX, Sygnum Europe und Ronin EM. Darüber hinaus fügte das Register für E-Geld-Token CACEIS der Crédit Agricole hinzu. Die ESMA verzeichnete jedoch keine neuen Emittenten von asset-referenzierten Token.
Standard Chartered wurde zu einem der größten Namen im neuesten ESMA-Update. Die luxemburgischen Aufsichtsbehörden erteilten der Bank am 25.06. die MiCA-Zulassung. Die Genehmigung verschafft der Gruppe einen regulierten Weg für Krypto-Dienstleistungen in Europa.
Die Bank sicherte sich zudem eine Lizenz als E-Geld-Institut in Luxemburg. Diese Lizenz erlaubt die Ausgabe von elektronischem Geld und Zahlungsdienste. Zusammen unterstützen die Genehmigungen Verwahrung, Token-Dienstleistungen und zahlungsbezogene digitale Asset-Aktivitäten.
Standard Chartered erklärte, dass die Lizenzen seine umfassenderen europäischen Pläne für digitale Assets unterstützen. Die Bank hat auch die Verwahrungsdienste für digitale Assets in Asien und dem Nahen Osten erweitert. MiCA bietet ihr einen einheitlichen Rahmen für den regulierten EU-Zugang.
Zypern führte die neueste Erhöhung des ESMA-Registers mit sechs neuen Krypto-Asset-Dienstleistern an. Frankreich, Italien und Malta fügten jeweils fünf Unternehmen hinzu. Die Tschechische Republik und Spanien fügten jeweils vier Anbieter hinzu.
Luxemburg verzeichnete drei neue Einträge, während die Niederlande zwei hinzufügten. Deutschland, Liechtenstein und Lettland fügten jeweils einen lizenzierten Anbieter hinzu. Diese Verteilung zeigt, wie nationale Aufsichtsbehörden Genehmigungen in das gemeinsame ESMA-Register einspeisen.
Zypern hat nun 21 MiCA-Zulassungen über seine Wertpapieraufsicht erteilt. Deutschland führt insgesamt weiterhin mit 58 Zulassungen unter der BaFin an. Kleinere Gerichtsbarkeiten konkurrieren jedoch weiterhin durch schnellere und klarere Lizenzierungswege.
Das neueste ESMA-Update zeigt auch ungleiche Fortschritte in den MiCA-Kategorien. Das Register für asset-referenzierte Token hat immer noch keine zugelassenen Emittenten. Die Liste der nicht konformen Unternehmen blieb unverändert bei 162.
Diese Lücke zeigt, dass die Lizenzierung von Dienstleistern schneller voranschreitet als einige Genehmigungen für die Token-Emission. Börsen, Broker, Verwahrstellen und Finanzunternehmen haben nun einen klareren Weg. Doch Token-Emittenten sehen sich immer noch mit strengeren Pflichten und langsameren Genehmigungsfristen konfrontiert.
Das Register fungiert nun als mehr als nur eine Compliance-Aufzeichnung. Es gestaltet auch den Marktzugang, Gegenparteiprüfungen und die institutionelle Due Diligence. Die ESMA hat MiCA in einen praktischen Filter für EU-Krypto-Aktivitäten verwandelt.
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