Die U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC hat eine öffentliche Kommentarphase darüber eröffnet, wie sie neue Arten von börsengehandelten Fonds regulieren soll. Dazu gehören ETFs, die auf Krypto-Vermögenswerten und anderen weniger verbreiteten Anlagestrategien basieren.
Die Behörde möchte wissen, ob ihre aktuellen Regeln für diese neueren Fonds noch funktionieren. Sie fragt auch, ob der Genehmigungsprozess für neue ETFs geändert werden muss.

Privatpersonen und Unternehmen haben 60 Tage nach der Veröffentlichung der Anfrage im Federal Register Zeit, ihre Kommentare einzureichen. Danach entscheidet die U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC, ob Regeländerungen erforderlich sind.
ETFs sind in den letzten Jahren stark gewachsen. Das Vermögen in diesen Fonds stieg laut SEC-Angaben von etwa 4 Billionen USD im Jahr 2019 auf mehr als 12 Billionen USD bis Ende 2025.
SEC-Vorsitzender Paul Atkins sagte, die Überprüfung solle den ETF-Markt für Anleger transparent und fair halten. Er sagte, die Kommission wolle Beiträge dazu, wie der Markt auf sichere Weise weiter wachsen kann.
Politikanalyst Jaret Seiberg von TD Cowen sagte, die Anfrage könne den Grundstein für künftige Regeländerungen legen. Er sagte, dies könne die Tür für ETFs auf Basis von Ereigniskontrakten, Krypto-Vermögenswerten und Einzelaktienstrategien öffnen.
Eine Frage, die die U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC aufgeworfen hat, ist, ob ein ETF, der hauptsächlich in andere Vermögenswerte als Wertpapiere investiert, nach geltendem Recht noch als Investmentgesellschaft gilt. Dies ist wichtig, da es sich darauf auswirkt, wie solche Fonds reguliert werden.
Diese Anfrage folgt einem weiteren jüngsten Schritt der Regulierungsbehörden. Letzte Woche baten die U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC und die Commodity Futures Trading Commission um öffentliches Feedback zur Angleichung der Margin-Regeln auf Wertpapier- und Derivatemärkten.
Krypto-ETF-Emittenten sind über einfache Fonds hinausgegangen, die lediglich den Preis eines Vermögenswerts abbilden. Neuere Fonds sind an Staking-Belohnungen, Stablecoin-Reserven und andere Strategien geknüpft.
Im Juni lancierte ProShares den GENIUS Money Market ETF. Dieser Fonds konzentriert sich auf Treasury-Vermögenswerte, die gemäß dem GENIUS Act für Zahlungs-Stablecoins zugelassen sind.
Grayscale lancierte ebenfalls ein Staking-Produkt für den Krypto-Vermögenswert HYPE. Dieser Fonds bietet Anlegern Preisexposure und zielt gleichzeitig darauf ab, Staking-Belohnungen zu generieren.
Auch Bitcoin-Fonds verändern sich. BlackRock beantragte im Januar einen optionsbasierten Bitcoin-Einkommens-ETF. Goldman Sachs folgte im April mit einem Fonds, der Spot-Bitcoin-Bestände mit einer Covered-Call-Strategie kombiniert.
Franklin Templeton schlug diesen Monat zwei ETFs vor, die Aktiendividenden in Bitcoin-verknüpfte Vermögenswerte reinvestieren würden. Diese Fonds würden US-Aktien mit einer Bitcoin-Allokation durch Futures, Optionen und andere Instrumente kombinieren.
Bitwise verfolgte im Januar einen anderen Ansatz. Das Unternehmen lancierte einen aktiv verwalteten ETF, der Bitcoin mit Gold, anderen Edelmetallen und Aktien von Bergbauunternehmen kombiniert.
Die Kommentaranfrage der U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC umfasst all diese neueren Fondstypen. Die Behörde versucht herauszufinden, ob ihre Regeln für Fonds geeignet sind, die nicht mehr wie traditionelle ETFs aussehen.
Das 60-tägige Kommentarfenster gibt Anlegern, Fondsmanagern und anderen Marktteilnehmern die Möglichkeit, sich zu äußern, bevor Änderungen vorgenommen werden.
Der Beitrag SEC Requests Feedback on Regulating Crypto and Stock ETFs – Here's Why erschien zuerst auf CoinCentral.


