Lettland hat bestätigt, dass seine Regierung einen neuen Vertrag unterzeichnet hat, um der Ukraine beim Aufbau einer ukrainischen Drohnenfertigungsanlage auf lettischem Boden zu helfen, direkt an der Grenze zu Russland sowie nahe der belarussischen Grenze.
Der lettische Premierminister Andris Kulbergs erklärte nach einer Dringlichkeitssitzung des Kabinetts in Latgale, dass sein Land „die Pläne zur Errichtung einer gemeinsamen Drohnenfertigungsanlage mit der Ukraine beschleunigen und diese in der Nähe der östlichen Grenzregion des Landes ansiedeln will," so regionale Medienberichte.
Schahed-136-Drohne. Creative Commons
Das kleine baltische Land ist seit 2004 Mitglied der NATO, ebenso wie andere Verbündete wie Estland und Litauen (die beide während der NATO-Erweiterungswelle Mitte der 2000er Jahre beitraten).
Diese baltischen Staaten sind für ihre offen antirusische Hardliner-Haltung bekannt, und der jüngste angekündigte Plan Lettlands, gemeinsam mit der Ukraine Drohnen herzustellen, zeigt erneut, dass Russlands rote Linien keinerlei Beachtung finden.
Der Kreml hat europäische Staaten seit Jahren davor gewarnt, dass die ständige Ausdehnung der NATO und der militärischen Infrastruktur bis an Russlands Grenzen einen großen Krieg auslösen könnte. In der Ukraine ist dies natürlich eingetreten, doch die Befürchtung bleibt, dass eine große Provokation zu einem direkten Russland-NATO-Konflikt führen könnte.
Regionale Medien betonen besonders die Nähe der geplanten Anlage zu Russland:
Es scheint, als würden diese baltischen Anführer Russland nun offen reizen und provozieren.
Der lettische Regierungschef betont nach all dem weiterhin den „defensiven" Charakter eines solchen gemeinsamen Drohnenprogramms: „Kulbergs erklärte außerdem, dass neue Drohnenabwehrsysteme entlang der lettischen Grenzen zu Belarus und Russland voraussichtlich im Juli und August in Betrieb genommen werden sollen, wodurch das Land in der Lage sein wird, auf Luftbedrohungen zu reagieren, ohne bei jedem Anlass Flugzeuge einsetzen zu müssen."
Aus dem russisch-ukrainischen Kriegsschauplatz ist eine erhöhte Überschwappgefahr durch UAVs entstanden, wobei in einigen Fällen berichtet wurde, dass es sich dabei um fehlgeleitete ukrainische Drohnen handelte und nicht nur um russische.
Russische Medien haben diesen Trend wirklich aufgegriffen...
Kulbergs sagt außerdem, er hoffe, bis Ende des Jahres das Drohnenabwehrniveau der Ukraine zu erreichen. Die Regierung Selenskyj hat im vergangenen Jahr aggressiv ihr Fachwissen an Verbündete vermarktet, sogar im Nahen Osten im Kontext des Iran-Krieges.

