Bitcoin hat zum ersten Mal im aktuellen Zyklus eine Wochenkerze unterhalb seines 200-Wochen-exponentiellen gleitenden Durchschnitts geschlossen – eine Entwicklung, die die Märkte erschüttert hat, die Analyst Benjamin Cowen zufolge jedoch einem historisch vertrauten Muster folgt.
Das ist schon einmal passiert
Das letzte Mal, dass Bitcoin eine Wochenkerze unterhalb der 200-Wochen-EMA schloss, war im Juni 2022, auf dem Tiefpunkt des damaligen Bärischen Markts. Cowen argumentierte, dass das aktuelle Händeringen darüber, ob der Vier-Jahres-Zyklus gebrochen sei oder ob diesmal alles anders sei, am Kern der Sache vorbeigehe. Dasselbe Muster hat sich in früheren Zyklen wiederholt abgespielt, und eine Überverkomplizierung nützt Anlegern nicht.
„Oft fällt Bitcoin in den Juni", sagte Cowen und verwies auf identische Juni-Tiefs in 2022 und 2018 als Referenzpunkte. Das aktuelle Juni-Tief passt in dieselbe saisonale Vorlage.
Die Parallele zwischen 2026 und 2018 ist auffällig
Cowen zog einen spezifischen strukturellen Vergleich zwischen 2018 und 2026, der schwer zu ignorieren ist. Im Jahr 2018 bildete Bitcoin ein Tief im Februar, ein höheres Tief Ende März bis Anfang April und dann ein tieferes Tief im Juni. Im Jahr 2026 spielte sich exakt dieselbe Abfolge ab: ein Tief im Februar, ein höheres Tief Ende März bis Anfang April und nun ein tieferes Tief im Juni.
Im Jahr 2018 nach dem Juni-Tief verzeichnete Bitcoin einen kurzen Anstieg Anfang Juli, bevor er Mitte Juli wieder auf 6.000 $ zurückfiel. Cowen stellte die Frage, ob das Niveau von 60.000 $ im Jahr 2026 das strukturelle Äquivalent dieses 6.000-$-Niveaus von 2018 und 2019 darstellt – eine Linie, deren anhaltender Bruch signalisieren würde, dass der Marktzyklusboden naht.
Zeitbasierte vs. preisbasierte Kapitulation
Cowen unterschied zwischen zwei Arten, wie dieser Bärische Markt enden könnte, und sagte, Anleger müssten beide verstehen.
Die erste ist die zeitbasierte Kapitulation, die er als Basisszenario betrachtet. In diesem Szenario bildet Bitcoin früh im Sommer ein Tief, startet eine Gegentrendrallye Mitte bis Ende Sommer und fällt dann in den dritten oder frühen vierten Quartal 2026 auf einen finalen Marktzyklusboden. Dies ist konsistent damit, wie sich Bärische Märkte in Zwischenwahljahren historisch aufgelöst haben.
Die zweite ist die preisbasierte Kapitulation, bei der ein plötzlicher Auslöser einen massiven Volumenanstieg auslöst, gehebelte Positionen auslöscht, On-Chain-Metriken vollständig zurücksetzt und den Zyklus früher als der Kalender vermuten lassen würde beendet. Der Pandemie-Crash vom März 2020 ist das deutlichste Beispiel dafür, wo ein externer Schock genau diese Art von Reset auslöste und den anschließenden Bullischen Markt ermöglichte.
Cowen fügte hinzu, dass alle drei früheren Bärischen Markt-Tiefs – 2014, 2018 und 2022 – von einem massiven Volumenanstieg begleitet wurden, der in diesem Zyklus schlicht noch nicht aufgetreten ist.





