Die Bloom Energy (BE)-Aktie fiel am Freitag um bis zu 18,49% und erreichte intraday 252,02 Dollar, nachdem sie in der vorigen Handelssitzung ein 52-Wochen-Hoch berührt hatte. Vor dem Kursrutsch wurde die Aktie bei rund 309 Dollar gehandelt.
Bloom Energy Corporation, BE
Der Markt-Rückgang erfolgt, nachdem BE in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 1.300% gestiegen war. Ein solcher Lauf macht eine Aktie anfällig, wenn die Stimmung dreht.
Gewinnmitnahmen lösten den Verkauf aus. Wenn sich eine Aktie so schnell bewegt, braucht es nicht viel, um die Stimmung zu kippen.
Einige spezifische Katalysatoren verschärften den Rückgang. Chevron und Microsoft gaben einen Deal bekannt, ein Texas-KI-Rechenzentrum mit Erdgasturbinen – nicht mit Brennstoffzellen – zu betreiben. Das ist ein direktes Signal, dass BEs Technologie im KI-Infrastrukturbereich echter Konkurrenz gegenübersteht.
Das U.S.-Energieministerium kündigte diese Woche ebenfalls 17,5 Milliarden Dollar an Kernenergiefinanzierung an. Damit kommt eine weitere Energiequelle ins Gespräch, während Technologieunternehmen ihren Rechenzentrum-Bedarf decken wollen.
Jim Chanos, ein bekannter Short-Seller, erklärte öffentlich, dass sich der KI-Energiebereich in Blasengebiet befindet. Seine Kommentare fanden Anklang, da BE bereits deutlich über den meisten Analysten-Kurszielen gehandelt wurde.
Barclays hob sein Kursziel für BE am 23.06. auf 276 Dollar an, mit einem Equal Weight-Rating. Das setzte eine Obergrenze fast genau dort, wo die Aktie gehandelt wurde, was das bullische Argument schwieriger zu führen machte.
Der breitere Markt bot ebenfalls wenig Deckung. Der S&P 500 und der Nasdaq lagen an diesem Tag beide nahe null, was bedeutet, dass dies eine rein BE-spezifische Bewegung war.
Brennstoffzellen-Konkurrenten wurden auch nicht verschont. FuelCell Energy und Plug Power verzeichneten in den jüngsten Handelssitzungen ebenfalls Verkaufsdruck, was auf eine breitere Rotation aus hochmomentumsstarken KI-Energiewerten hindeutet.
Insider-Verkäufe sind ein wiederkehrendes Thema. Unternehmensinsider verkauften in den vergangenen zwölf Monaten netto mehr als 83 Millionen Dollar an BE-Aktien. Direktor John T. Chambers verkaufte am 28.05. 55.000 Aktien zu 297,69 Dollar pro Aktie – eine Transaktion im Wert von über 16,3 Millionen Dollar. Insider Shawn Marie Soderberg verkaufte am 29.04. 35.000 Aktien zu 279,00 Dollar.
Obwohl einige Insider Kasse gemacht haben, bleibt das institutionelle Eigentum mit 77,04% hoch.
Auf der fundamentalen Seite waren BEs jüngste Quartalsergebnisse stark. Das Unternehmen meldete einen EPS von 0,44 Dollar gegenüber einer Konsensschätzung von 0,12 Dollar. Der Umsatz lag bei 751,05 Millionen Dollar, deutlich über den erwarteten 539,94 Millionen Dollar – ein Anstieg von 130,4% im Jahresvergleich.
Wesbanco Bank reduzierte seine BE-Position in Q1 um 43,9% und hielt danach 29.932 Aktien im Wert von rund 4,05 Millionen Dollar.
Das durchschnittliche Analysten-Rating der Aktie ist Moderate Buy, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 224,36 Dollar. UBS hat das höchste Ziel bei 322,00 Dollar.
BEs nächster Quartalsbericht wird für Ende Juli erwartet.
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