Sandisk-Aktie hatte einen schwierigen Freitag. Nachdem sie am Donnerstag infolge von Microns herausragenden Quartalsergebnissen um 22 % in die Höhe geschossen war, gab SNDK einen großen Teil dieser Gewinne wieder ab — sie fiel um etwa 9,5 % auf rund 2.113 $ — da zwei separate schlechte Nachrichten auf den Markt trafen.
Sandisk Corporation, SNDK
Das Erste war schlichte Gewinnmitnahme. Eine Einzeltagsbewegung von 22 % lockt am nächsten Morgen Verkäufer an. Das war nicht überraschend.
Das Zweite traf härter. Die New York Times berichtete, dass OpenAI nun dazu neigt, seinen IPO von 2026 auf 2027 zu verschieben. Der Grund? Sam Altman soll eine Bewertung von 1 Billion $ anstreben, und Berater haben ihm mitgeteilt, dass ein Abwarten ihn dorthin bringen könnte. Ein IPO jetzt birgt das Risiko, Geld auf dem Tisch liegen zu lassen.
Das ist ein Problem für Sandisk. OpenAIs Pre-IPO-Finanzierungsrunde bewertete das Unternehmen mit 852 Milliarden $ und brachte 122 Milliarden $ in bar ein. Dieses Geld sollte in Richtung Hyperscaler fließen, die dann stark in Chips und Speicher für ihre Rechenzentren investieren würden. Ein IPO hätte noch mehr freigesetzt.
Verschiebt man den IPO auf 2027, verschiebt man diese Ausgabenwelle gleich mit.
Trotz des Ausverkaufs am Freitag drücken Analysten nicht auf den Panikknopf. Citis Asiya Merchant behielt ihr Kaufrating für SNDK bei und erhöhte ihr Kursziel von 2.025 $ auf 2.500 $.
Merchants Notiz verweist auf Microns Quartalsergebnisse als Beleg dafür, dass der NAND-Markt bis ins nächste Jahr hinein angespannt bleiben wird. Starke NAND-Nachfrage und Preissetzungsmacht bleiben große Pluspunkte für Sandisk, argumentiert sie.
Der breitere Speichersektor spürte den Freitagsschmerz ebenfalls. Western Digital fiel um 14 %, Seagate verlor 10 % und Micron gab 5,6 % ab.
Von 29 bei FactSet erfassten Investmentfirmen trägt Sandisk ein durchschnittliches Übergewichten-Rating. Die Aufschlüsselung: 18 Kaufratings, fünf Übergewichten-Ratings, fünf Halteratings und nur ein Verkaufsrating.
Das ist ein ziemlich eindeutiges Ergebnis.
Technische Indikatoren deuten zwar darauf hin, dass die Aktie sich in überkauftem Terrain befinden könnte, aber Analysten scheinen sich davon derzeit nicht stören zu lassen.
Agentische KI treibt einen Großteil der Nachfragegeschichte an. Diese Systeme benötigen große Mengen an Speicherkapazität, und Sandisk befindet sich genau im Zentrum dieses Trends.
Selbst mit dem Rückgang am Freitag ist Sandisk seit Jahresbeginn noch immer um rund 790 % gestiegen. In den vergangenen 12 Monaten ist die Aktie um mehr als 4.300 % gestiegen.
Die Woche als Ganzes endete auf einem negativen Ton — SNDK schloss über die fünf Sitzungen hinweg rund 3,3 % niedriger, trotz des 22-%-Sprungs am Donnerstag.
Citis Kursziel von 2.500 $ ist nun das aktuellste Analysten-Update zur Aktie.
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