Ripple-CEO Brad Garlinghouse sagte, er sei nach wie vor optimistisch in Bezug auf Bitcoin. Er machte jedoch deutlich, dass er ein Problem damit hat, wie Michael Saylor Bitcoin kauft.
In einem CNBC-Interview am Freitag kritisierte Garlinghouse Strategys Methode, Vorzugsaktien auszugeben, um Kapital für Bitcoin-Käufe zu beschaffen. Er bezeichnete es als „Financial Engineering" und sagte, es habe dem breiteren Krypto-Markt geschadet.

Garlinghouse leitet Ripple, das Unternehmen hinter XRP, einem Konkurrenten von Bitcoin. Trotz dieser Rivalität sagte er, sein Problem liege nicht bei Bitcoin selbst, sondern beim Finanzierungsansatz.
Seit etwa einem Jahr gibt Strategy Vorzugsaktien aus, um Bitcoin-Käufe zu finanzieren. Die STRC-Vorzugsaktie zahlt eine jährliche Dividende von 11,5 % und war darauf ausgelegt, nahe 100 $ zu handeln.
Doch am Donnerstag fiel STRC auf ein Rekordtief und wurde bis zu 26 % unter diesem Nennwert von 100 $ gehandelt. Garlinghouse bezeichnete dies als „vernichtendes Urteil" über die Strategie.
Auch Strategys Stammaktie fiel und erreichte den niedrigsten Stand seit Februar 2024. Am Freitag schloss sie bei rund 82 $. Bitcoin selbst fiel in der Woche unter 59.000 $.
Wenn STRC unter 100 $ gehandelt wird, ist Strategys Fähigkeit, neue Aktien auszugeben und mehr Bitcoin zu kaufen, faktisch blockiert. Das Unternehmen hat diese Aktivität pausiert.
CryptoQuant veröffentlichte diese Woche einen Bericht, in dem es heißt, Strategy solle Bitcoin-Käufe stoppen und sich auf den Wiederaufbau seiner Barreserven konzentrieren. Das Unternehmen erklärte, der Puffer für STRCs Dividendenzahlungen sei von über sieben Jahren Deckung auf nur noch rund 14 Monate gesunken.
Benchmark-StoneX-Analyst Mark Palmer widersprach den düstersten Vergleichen. Er sagte, Strategys Finanzierungsmotor sei „weniger effizient" geworden, aber nicht kaputt. Er lehnte Vergleiche zwischen STRC und vollständig zusammengebrochenen Vermögenswerten ab.
Der Druck auf Strategys Modell hat sich im Laufe der Woche aufgebaut. Die Kombination aus fallenden Bitcoin-Preisen und einem sinkenden STRC hat das Unternehmen in eine schwierige Lage gebracht.
Garlinghouses Kritik fügt den wachsenden Fragen, ob Strategys Vorzugsaktien-Ansatz nachhaltig ist, eine hochkarätige Stimme hinzu. Er verknüpfte die Probleme des Modells direkt mit Bitcoins jüngstem Rückgang unter 59.000 $.
Sein Kernargument ist, dass dauerhafter Wert im Krypto-Bereich aus dem Nutzen entsteht, nicht aus komplexen Finanzstrukturen.
Stand Freitag liegt STRC weiterhin deutlich unter seinem Nennwert von 100 $, und Strategys Stammaktie wird weiterhin nahe Mehrjahrestiefs gehandelt.
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