Der Bitcoin-Preis bleibt ein heißes Thema, da Bitcoin in den letzten 24 Stunden im Bereich von 61.000–63.000 US-Dollar gehandelt wird. Die Stimmung ist weiterhin vorsichtig, nachdem die jüngste Korrektur BTC mehr als 50 % unter sein Allzeittief gedrückt hat.
In einem aktuellen Podcast enthüllten Bitwise-CIO Matt Hougan und Forschungsleiter Ryan Rasmussen, wie drei große Forschungsunternehmen zu völlig unterschiedlichen Schlussfolgerungen über Bitcoins nächste Bewegung gelangt sind. Interessanterweise sind sich alle drei Firmen zwar uneinig darüber, wo das Tief liegt, erwarten aber dennoch, dass Bitcoin letztendlich in einen neuen Bullenzyklus eintreten wird.
Während kurzfristige Trader nervös bleiben und die Marktvolatilität anhält, lautet die alles dominierende Frage im Krypto-Bereich derzeit: Hat Bitcoin endlich seinen Boden gefunden, oder steht noch ein weiterer Rückgang bevor?
Galaxy Digital sieht weiteres Abwärtspotenzial
Laut Galaxy Digital hat Bitcoin möglicherweise noch keinen Boden gefunden.
Hougan erklärte, dass Galaxy rund 11–12 Indikatoren analysiert hat, die historisch gesehen in der Nähe wichtiger Bitcoin-Tiefs aufgetreten sind. Bislang haben jedoch nur drei dieser Signale ausgelöst.
Auf Basis dieser Analyse stellte Galaxy fest, dass Bitcoin noch erheblich fallen könnte, wobei das Unternehmen auf einen möglichen Rückgang auf rund 40.000 US-Dollar hinweist, bevor sich ein echtes Markttief bildet.
Kurz gesagt bleibt Galaxys Einschätzung die bärischste unter den drei Forschungshäusern.
NYDIG glaubt, dass das Tief nahe ist
NYDIG verfolgt einen ausgewogeneren Ansatz.
Mit Blick auf frühere Bitcoin-Zyklen stellte NYDIG fest, dass historische Rückgänge typischerweise zwischen 75 % und 90 % lagen. Da Bitcoin bereits rund 50 % von seinen Hochs gefallen war, deutete das Unternehmen darauf hin, dass sich der Markt einem Tief nähern könnte, aber noch etwas zusätzliche Schwäche zeigen könnte.
Ihre Schätzung sieht ein mögliches Tief bei rund 50.000 US-Dollar.
Hougan beschrieb NYDIGs Ausblick im Wesentlichen als ein „Vielleicht" – Bitcoin könnte seinen Boden gefunden haben, aber ein weiterer Rückgang kann nicht ausgeschlossen werden.
Standard Chartered sagt, das Tief ist bereits erreicht
Unterdessen bleibt Standard Chartered am optimistischsten.
Die Bank sagt, dass Bitcoins Tief bei rund 59.000 US-Dollar das Zyklustieft markierte. Das Unternehmen verwies auf verbesserte ETF-Zuflüsse, nachlassenden Verkaufsdruck und eine stärkere institutionelle Nachfrage als Gründe für seine bärische Haltung.
Laut Standard Chartered hat Bitcoin die Kurve bereits genommen und könnte sich nun auf seine nächste große Rally vorbereiten.
Die eigentliche Frage ist nicht das Tief
Trotz ihrer unterschiedlichen Prognosen stellte Hougan fest, dass alle drei Unternehmen eine wichtige Ansicht teilen: Keines von ihnen sagte, dass Bitcoins langfristiger Bullenmarkt vorbei ist.
Stattdessen erwarten alle drei, dass Bitcoin sich letztendlich erholt und neue Hochs erreicht.
Für Hougan könnten sich Anleger insgesamt auf die falsche Frage konzentrieren. Anstatt sich darüber zu streiten, ob Bitcoin bei 40.000, 50.000 oder 60.000 US-Dollar seinen Boden findet, hält er die eigentliche Frage für die, wo der nächste Zyklus-Höhepunkt liegen wird.
Bitwise ist weiterhin zuversichtlich, dass die institutionelle Akzeptanz noch in einem frühen Stadium ist und dass große Finanzunternehmen schrittweise in den Markt eintreten. Rasmussen fügte hinzu, dass zukünftige Marktrückgänge wahrscheinlich deutlich geringer ausfallen werden als in früheren Zyklen, wenn institutionelles Kapital weiterhin in Bitcoin fließt.








