Die britische Bank Standard Chartered plant, ihr Wealth- und Privatkundengeschäft in Bahrain zu verkaufen, um sich auf Kerngeschäfte und Kundensegmente zu konzentrieren.
Das Kreditinstitut werde sein Firmen- und Investmentbanking-Geschäft im Golfstaat weiterhin betreiben, teilte es in einer Erklärung mit.
Der Schritt steht im Einklang mit der „Super-Connector"-Strategie des Unternehmens, die sich auf grenzüberschreitende und vermögende Kunden in Asien, Afrika und dem Nahen Osten konzentriert, wie im strategischen Bericht 2025 dargelegt.
Bongiwe Gangeni, Leiterin des Wealth- und Privatkundengeschäfts für Europa, den Nahen Osten und Afrika bei Standard Chartered, sagte, der Übergang werde voraussichtlich über einen Zeitraum von 18 bis 24 Monaten erfolgen, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen.
„Während dieses Zeitraums wird unser Geschäft weiterhin auf normaler Basis betrieben, um einen geordneten Übergang und minimale Unterbrechungen zu gewährleisten", sagte sie.
Standard Chartered bleibe dem Nahen Osten verpflichtet und werde weiterhin in Geschäfte mit starker Kundennachfrage und langfristigen Perspektiven investieren, hieß es in der Erklärung.
Das Kreditinstitut ist an den Börsen in London und Hongkong notiert.
Im März 2023 stimmte die Bank zu, ihre Geschäfte in Jordanien an die Arab Jordan Investment Bank zu verkaufen.
Im April 2022 kündigte Standard Chartered Pläne an, sieben Märkte zu verlassen: Angola, Kamerun, Gambia, Jordanien, Libanon, Sierra Leone und Simbabwe.
Die Bank plant, sich stattdessen auf schneller wachsende Märkte wie Ägypten und Saudi-Arabien zu konzentrieren.


