Die Goldmärkte erlebten am Montag erhebliche Volatilität, da gegensätzliche Kräfte um die Vorherrschaft kämpften. Positive Entwicklungen bei den US-iranischen Atomverhandlungen in der Schweiz lieferten frühe Unterstützung, während restriktive Signale der Federal Reserve die Aufwärtsbewegung einschränkten.
Spot-Gold stieg während der asiatischen Handelszeiten um 1,1 % auf 4.205,05 $ pro Unze. Als der New Yorker Handel in Gang kam, hatten Futures die Richtung gewechselt und fielen um 0,7 % auf 4.218,20 $ pro Feinunze.
Gold Aug 26 (GC=F)
Das Edelmetall erholt sich von drei aufeinanderfolgenden Verlustsitzungen und verzeichnete in der Vorwoche einen Rückgang von 1,4 %.
Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran wurden am Montag in der Schweiz fortgesetzt. Irans Außenminister Abbas Aragchi berichtete, dass aus den Vier-Parteien-Konsultationen „erhebliche Fortschritte" hervorgegangen seien.
Vertreter aus Katar und Pakistan bestätigten, dass die Teilnehmer einen Rahmen etabliert haben, der auf eine umfassendere Einigung hindeutet. Technische Gespräche sollen im Laufe der Woche fortgesetzt werden.
Das diplomatische Engagement befasste sich auch mit Initiativen zur Gewährleistung einer sicheren Durchfahrt durch die Straße von Hormus, einem wichtigen Wasserweg für internationale Erdöllieferungen.
Die Bewegungen in diesen Gesprächen drückten die Rohölpreise nach unten. Brent-Rohöl gab frühere Gewinne ab, als die diplomatischen Neuigkeiten bekannt wurden.
Sinkende Ölpreise verringerten die Sorgen über eine energiegetriebene Inflation. Dies dämpfte die Erwartungen, dass die Fed eine aggressive Straffung der Geldpolitik zur Bekämpfung von Preissteigerungen umsetzen müsse, was Gold bescheidene Unterstützung bot.
Trotz der geopolitischen Ermutigung wurde der Goldanstieg durch die Haltung der Federal Reserve eingeschränkt.
Fed-Vorsitzender Kevin Warsh lieferte restriktive Kommentare, die den Glauben stärkten, dass die amerikanischen Zinssätze auf erhöhtem Niveau verbleiben werden. Die Märkte verarbeiten weiterhin das Fed-Treffen der Vorwoche, bei dem die Offiziellen die Flexibilität für weitere Zinserhöhungen beibehielten.
Erhöhte Zinssätze verringern die Attraktivität von Gold, das kein Einkommen generiert. Wenn Anleger Renditen durch Anleihen oder Einlagenkonten erzielen können, schwindet die Rechtfertigung für das Halten von Gold-Positionen.
Saxo-Bank-Analysten charakterisierten Gold derzeit als in einem „technischen Schwebezustand" gefangen.
Der US-Dollar-Index stieg um 0,1 % auf 100,93 und bewegt sich in der Nähe eines 13-Monats-Hochs, das in der Vorwoche erreicht wurde. Ein stärkerer Dollar macht dollardenominierte Rohstoffe für internationale Käufer teurer.
Marktteilnehmer erwarten nun den Bericht zum US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (Personal Consumption Expenditures), der später in dieser Woche veröffentlicht werden soll. Diese Daten stellen das primäre Inflationsmaß der Fed dar und können die Erwartungen an die Zinspolitik beeinflussen.
Andere Edel- und Basismetalle verzeichneten während der Sitzung Gewinne. Silber stieg um 2,8 % auf 66,70 $ pro Unze. Platin legte um 1,6 % auf 1.694,60 $ pro Unze zu. Kupfer-Futures an der London Metal Exchange stiegen um 0,8 % auf 13.700,33 $ pro Tonne.
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