Chainlink (LINK), ein dezentrales Oracle-Netzwerk, ist eine Zusammenarbeit eingegangen, an der 47 Banken aus Südkorea und Europa beteiligt sind, um Blockchain-gestützte internationale Überweisungslösungen zu erkunden, die auf die Reduzierung von Abrechnungszeiten und die Senkung der Betriebskosten abzielen. Die Initiative, die ursprünglich von Unfolded berichtet wurde, stellt einen weiteren bedeutenden Versuch traditioneller Finanzinstitute dar, dezentrale Technologie in bestehende Zahlungsinfrastrukturen zu integrieren.
Obwohl die Identitäten der beteiligten Banken nicht öffentlich bekannt gegeben wurden, umfasst die Partnerschaft Berichten zufolge eine Kombination aus Geschäfts- und Regionalbanken aus beiden Regionen. Das Projekt befindet sich derzeit in einer frühen Pilotphase, in der die beteiligten Banken interne Tests durchführen sollen, bevor der Dienst für Privatkunden eingeführt wird. Ein offizieller Zeitplan für einen breiteren öffentlichen Rollout wurde nicht angekündigt.
Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Nutzung von Chainlinks dezentralem Oracle-Netzwerk, um sichere und Echtzeit-Wechselkursinformationen, Abrechnungsdaten und Interoperabilität zwischen konventionellen Bankensystemen und Blockchain-Netzwerken bereitzustellen. Durch die Ermöglichung verifizierter Transaktionsdaten und Smart-Contract ( Intelligenter Vertrag)-Automatisierung ist die Plattform darauf ausgelegt, die Verarbeitungszeiten für grenzüberschreitende Überweisungen von mehreren Werktagen auf nur wenige Minuten zu reduzieren.
Das System ermöglicht es Finanzinstituten, Transaktionsdetails, Wechselkurse und Compliance-Informationen zu validieren, ohne größere Änderungen an ihrer bestehenden Infrastruktur vorzunehmen. Smart-Contracts ( Intelligente Verträge) führen Überweisungen automatisch aus, sobald vordefinierte Bedingungen erfüllt sind, wodurch der Bedarf an manueller Abstimmung entfällt und der gesamte Zahlungsprozess optimiert wird.
Das Pilotprojekt zielt auch darauf ab, Blockchain-basierte Überweisungskorridore zwischen Südkorea und Europa einzurichten. Es wird erwartet, dass diese Korridore die Transaktionseffizienz im Vergleich zum traditionellen Korrespondenzbankmodell erheblich verbessern, das typischerweise auf mehrere Zwischeninstitute angewiesen ist und häufig ein bis drei Werktage für die Abrechnung benötigt.
Laut Schätzungen der Weltbank wird der globale Überweisungsmarkt auf rund 800 Milliarden US-Dollar geschätzt, dennoch stehen internationale Geldtransfers weiterhin vor Herausforderungen im Zusammenhang mit hohen Kosten und langen Verarbeitungszeiten. Konventionelle Bankensysteme beinhalten häufig mehrere Zwischenhändler, wobei jeder Gebühren und Verzögerungen hinzufügt, bevor die Gelder den Empfänger erreichen.
Durch die Integration der Blockchain-Technologie in den Zahlungsprozess möchten die beteiligten Banken die Anzahl der beteiligten Zwischenhändler reduzieren, was die Transaktionskosten möglicherweise senkt und gleichzeitig die Abrechnung beschleunigt. Schnellere Überweisungsdienste könnten insbesondere Migrationsarbeitern, Studenten und Familien zugutekommen, die regelmäßig auf internationale Geldtransfers zwischen Südkorea, Europa und anderen Regionen angewiesen sind.
Die Initiative integriert auch Anti-Geldwäsche (AML)- und Know-Your-Customer (KYC)-Verifizierungsmechanismen direkt in den Transaktionsworkflow, sodass Compliance-Prüfungen parallel zu automatisierten Abrechnungsprozessen durchgeführt werden können.
Während das Projekt noch in der Pilotphase ist und es derzeit keine Bestätigung bezüglich Verbraucherstartdaten oder möglicher Gebührensenkungen gibt, unterstreicht die Beteiligung von 47 Bankinstituten das zunehmende institutionelle Vertrauen in Blockchain-basierte Finanzinfrastrukturen.
Die Zusammenarbeit stellt einen bedeutenden Meilenstein in der fortlaufenden Konvergenz dezentraler Technologie und traditioneller Finanzen dar. Wenn das Pilotprojekt erfolgreich ist, könnte es weitere Finanzinstitute dazu ermutigen, Blockchain-Lösungen für grenzüberschreitende Zahlungen zu übernehmen, was möglicherweise die Art und Weise, wie internationale Überweisungen in den kommenden Jahren abgewickelt und zugestellt werden, neu gestaltet.
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