Der Beitrag „Micron muss dies am 24. Juni tun, oder seine Aktie könnte abstürzen" erschien zuerst auf 24/7 Wall St..
Der KI-Boom hat einen Markt geschaffen, in dem gute Ergebnisse nicht mehr ausreichen. Investoren haben Unternehmen, die mit künstlicher Intelligenz verbunden sind, mit Bewertungsaufschlägen belohnt, sind aber auch weit weniger nachsichtig geworden. Ein starkes Quartal kann immer noch zu einem fallenden Aktienkurs führen, wenn das Management es versäumt, die Wall Street davon zu überzeugen, dass das Wachstum sich beschleunigt. Wir haben es bei Halbleiterführern in diesem Jahr bereits gesehen. Jetzt ist Micron Technology (NASDAQ:MU) an der Reihe, im Rampenlicht zu stehen.
Und da die Aktie seit Jahresbeginn um fast 300 % und in den letzten 12 Monaten um rund 830 % gestiegen ist, waren die Erwartungen noch nie so hoch.
Microns Kursanstieg kam nicht aus dem Nichts. Das Unternehmen steht im Mittelpunkt eines der engsten Angebot-Nachfrage-Ungleichgewichte in der Technologiebranche.
Die Nachfrage nach High-Bandwidth-Memory (HBM), dem fortschrittlichen Speicher, der zusammen mit KI-Beschleunigern von Nvidia und anderen eingesetzt wird, übersteigt weiterhin das Angebot. Gleichzeitig sind die Preise für DRAM- und NAND-Speicher gestiegen, da die Hersteller höhermargige KI-Produkte priorisieren und die Kapazitäten begrenzt bleiben. Reuters berichtete kürzlich, dass Microns Gewinnwachstum durch steigende Speicherpreise und eine starke HBM-Nachfrage angetrieben wird.
Der Speichermarkt ist auch stark konzentriert. SK hynix, Samsung und Micron kontrollieren laut Counterpoint Research rund 89 % des globalen DRAM-Marktes, was dem Trio eine ungewöhnliche Preissetzungsmacht verleiht.
Diese Kombination aus steigenden Preisen, knappem Angebot und explosiver KI-Nachfrage hat Micron von einem zyklischen Speicherhersteller in einen der beliebtesten KI-Handelsaktien der Wall Street verwandelt.
Micron gibt die Ergebnisse des fiskalischen dritten Quartals am Mittwoch, den 24.06., nach Börsenschluss bekannt.
Laut Zacks erwarten Analysten für das fiskalische Q3 einen Umsatz von rund 34,8 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 19,72 US-Dollar je Aktie, was einem Umsatzwachstum von 268 % und einem Gewinnwachstum von mehr als 930 % im Jahresvergleich entspricht.
Diese Zahlen sind außergewöhnlich. Dennoch könnten sie nicht ausreichen. Der neue Marktstandard lautet „beat and raise". Investoren wollen den Beweis, dass das zukünftige Wachstum die aktuellen Erwartungen übertrifft. Ergebnisse zählen, aber die Prognose zählt noch mehr.
Genau das hat sowohl ASML (NASDAQ:ASML) als auch Broadcom (NASDAQ:AVGO) in diesem Jahr zu schaffen gemacht. ASML lieferte ein „Beat-and-Raise"-Quartal, aber die Erhöhung der Prognose war bescheiden, was zu einem anfänglichen Ausverkauf führte. Broadcom übertraf ebenfalls die Gewinnschätzungen, aber der Ausblick konnte Investoren nicht zufriedenstellen, die noch mehr Wachstum eingepreist hatten, was ein Blutbad bei den Aktien verursachte.
Micron steht vor der gleichen Herausforderung. Die Konsensprognosen erwarten derzeit ein weiteres starkes Quartal im fiskalischen Q4 und weiteres Wachstum bis ins fiskalische Jahr 2027. Um die Dynamik der Aktie aufrechtzuerhalten, muss das Management wahrscheinlich die Q3-Schätzungen übertreffen, die an der Wall Street kursierenden Flüsterzahlen schlagen und die Prognose für das laufende Quartal und darüber hinaus anheben.
Das gesagt, hat Micron einen Vorteil, den Broadcom vor den Ergebnissen nicht hatte: die Bewertung. Broadcom ging mit einem Kurs in die Ergebnisse, der nahezu Perfektion einpreiste. Micron nicht. Selbst nach seinem massiven Anstieg wird Micron für weniger als das 10-fache des vorwärtsgerichteten Gewinns gehandelt und hat ein winziges PEG-Verhältnis von rund 0,07. Diese Kennzahlen liegen weit unter vielen KI-bezogenen Mitbewerbern.
Zugegeben, Micron ist nicht mehr das Schnäppchen von vor einem Jahr. Dennoch zahlen Investoren immer noch ein relativ bescheidenes Kurs-Gewinn-Verhältnis für ein Unternehmen, das von KI-gesteuerter Nachfrage, steigenden Speicherpreisen und Versorgungsengpässen profitiert, die Branchenführer für gut bis ins Jahr 2027 andauern sehen.
Kurz gesagt muss Micron am 24.06. ein herausragendes Ergebnis und eine ebenso herausragende Prognose liefern. Alles darunter birgt das Risiko eines kurzfristigen Ausverkaufs, da die Erwartungen fast so schnell gestiegen sind wie die Aktie selbst.
Unabhängig davon, wie der Markt unmittelbar nach den Ergebnissen reagiert, bleibt die langfristige Geschichte intakt. Die KI-Nachfrage wächst weiter, HBM bleibt angebotsknapp und die Speicherpreise bleiben günstig. Diese Trends haben Microns 830%igen Kursanstieg im vergangenen Jahr angetrieben und verschwinden nicht über Nacht.
Deshalb ist Micron nach wie vor eine der überzeugendsten KI-Investitionen auf dem Markt heute — und immer noch meine liebste KI-Aktie für den Kauf im Jahr 2026.
Jetzt handeln: Der Analyst, der NVIDIA im Jahr 2010 empfahl, hat gerade seine Top-10-KI-Aktien genannt — und Micron Technology schaffte es nicht auf die Liste. Holen Sie sich die Namen noch heute KOSTENLOS.
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