Bei seinem Yoco Next 2026-Event in Johannesburg stellte das Unternehmen am Dienstag mehr als 20 neue Produkte und Funktionen vor.Bei seinem Yoco Next 2026-Event in Johannesburg stellte das Unternehmen am Dienstag mehr als 20 neue Produkte und Funktionen vor.

Fintech Yoco glaubt, dass Südafrikas kleine Unternehmen weniger Handy-Apps brauchen

2026/06/19 00:05
3 Min. Lesezeit
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Yoco, ein südafrikanisches Fintech-Unternehmen, hat sein Geschäft damit aufgebaut, kleinen Händlern dabei zu helfen, Kartenzahlungen zu akzeptieren. Jetzt möchte es ihnen helfen, ihr gesamtes Unternehmen zu führen.

Auf seiner Veranstaltung Yoco Next 2026 in Johannesburg am Dienstag stellte das Unternehmen mehr als 20 neue Produkte und Funktionen vor, darunter KI-gesteuerte Business-Tools, Treueprogramme, Sparprodukte, Buchhaltungsintegrationen, branchenspezifische Software sowie eine jährliche Reduzierung der Transaktionsgebühren für Händler um 250 Millionen Rand (15,2 Millionen US-Dollar).

Fintech Yoco thinks South Africa's small businesses need fewer apps

Carl Wazen, Mitgründer und Chief Business Officer von Yoco, sagte, die Ankündigungen spiegeln einen umfassenderen strategischen Wandel wider. Das Startup möchte nun die Software bereitstellen, die kleine Unternehmen zur Verwaltung ihrer Abläufe nutzen. Von Inventar und Buchhaltung bis hin zu Buchungen, Kundenbindung, Kapitalfluss und Reporting verlassen sich viele Unternehmer auf mehrere unverbundene Tools. Yocos Ziel ist es, diese Funktionen in einer einzigen Plattform zu vereinen.

„Yoco begann damit, unabhängigen Unternehmen Zugang zu Zahlungen zu verschaffen", sagte Wazen. „Heute geben wir ihnen die Werkzeuge, die früher nur großen Unternehmen vorbehalten waren – zu einem Preis, der für kleine Unternehmen gemacht ist."

Das 2015 gegründete Fintech-Unternehmen bedient mehr als 200.000 Händler in ganz Südafrika und bietet Zahlungsgeräte, Software, Unternehmensfinanzierung und Commerce-Tools an. Führungskräfte sagen jedoch, dass Zahlungen nur noch ein Teil des Geschäfts werden. „Wir sind nicht mehr nur ein Zahlungsunternehmen", sagte Chief Executive Officer (CEO) Carsten Höltkemeyer gegenüber TechCabal. „Wir sind ein Unternehmen, das Unternehmern hilft, administrative Lasten zu reduzieren und den Alltag durch moderne Technologie und Innovation zu vereinfachen."

Eine der am Dienstag vorgestellten Innovationen ist Yoco AI, ein KI-Assistent, der voraussichtlich im dritten Quartal 2026 eingeführt wird. Das Tool wurde entwickelt, nachdem das Unternehmen im Mai Dyner.ai erworben hat – ein KI-natives Betriebssystem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Es analysiert Transaktionsdaten, Kundenverhalten und Geschäftsleistung, um Händlern bei Entscheidungen zu helfen.

„Wenn Sie Daten nutzen können, um Ihre Einnahmequellen, das Kundenverhalten und die Geschäftsleistung besser zu verstehen, sind Sie in einer stärkeren Position, um erfolgreich zu sein", sagte Höltkemeyer. „Wir möchten Händlern Zugang zu den Arten von Einblicken und Fähigkeiten geben, die große Unternehmen traditionell genießen."

Der CEO des Unternehmens stellte auch Yoco Connect vor, eine Plattform, die Buchhaltungssoftware, E-Commerce-Plattformen und Inventarsysteme miteinander verbindet. Das Unternehmen hat dedizierte Software für Restaurants, Einzelhändler, Salons und Wellnessbetriebe eingeführt, die jeweils auf die betrieblichen Anforderungen des jeweiligen Sektors zugeschnitten ist.

Für Kelly Gibberd, Gründerin des in Kapstadt ansässigen Modehändlers Me&B, umfasst die Führung eines wachsenden Unternehmens weit mehr als die Abwicklung von Zahlungen. Gibberds Unternehmen beschäftigt 55 Mitarbeiter, unterstützt 10 lokale Fabriken, betreibt Ladengeschäfte und eine E-Commerce-Plattform. Als Hersteller und Einzelhändler sagte Gibberd, dass steigende Kosten und zunehmender Wettbewerb die Abläufe komplexer gemacht haben.

„Die Fertigung in Südafrika hat ihre Grenzen; die Kosten bleiben eine enorme Herausforderung, und Kunden vergleichen uns mit globalen Fast-Fashion-Giganten wie Shein und Temu", sagte sie.

Tools, die Inventarverwaltung, Kundenbindung, Reporting und Kapitalfluss-Management vereinfachen, könnten Unternehmen helfen, weniger Zeit mit der Verwaltung und mehr Zeit mit der Betreuung von Kunden zu verbringen, fügte Gibberd hinzu. Neben den neuen Softwareprodukten teilte Yoco mit, dass es die Transaktionsgebühren in Teilen seines Netzwerks um bis zu 40 % gesenkt hat.

„Es ist eine Investition in unseren Kundenstamm", sagte Höltkemeyer. „Die Reduzierung unserer Gebühren ist eine Investition in kleine Unternehmen, aber wir glauben auch, dass die neuen Produkte und Dienstleistungen, die wir einführen, eine viel größere Chance sowohl für Yoco als auch für unsere Händler schaffen werden."

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