Ethereum-Mitgründer Joe Lubin sagte, das Netzwerk trete in eine neue Adoptionsphase ein, die von Institutionen und AI Agents angetrieben wird. Er machte diese Aussagen während eines Interviews mit Cointelegraphs Robert Baggs. Lubin argumentierte, dass beide Gruppen gleichzeitig beginnen, Blockchain-Infrastruktur zu nutzen, was neue Quellen der Netzwerknachfrage schafft.
Lubin sagte, regulatorische Klarheit habe mehr Institutionen dazu ermutigt, auf öffentlichen Blockchain-Netzwerken aufzubauen. Er erklärte, dass Banken, Vermögensverwalter und Infrastrukturanbieter über Pilotprogramme hinausgehen. Sie entwickeln nun Abwicklungssysteme, institutionelle Wallets und tokenisierte Asset-Plattformen.

Er argumentierte, dass Institutionen operative Verbesserungen statt spekulativer Möglichkeiten anstreben. Laut Lubin bieten Blockchain-Netzwerke kontinuierlichen Marktzugang und schnellere Abwicklung. Sie unterstützen auch Liquidität außerhalb der traditionellen Handelszeiten und ermöglichen einfachere globale Vermögenstransfers.
Lubin sagte, die Blockchain-Technologie konkurriere mit veralteter Finanzinfrastruktur und nicht mit Finanzinstitutionen selbst. Er erklärte, dass bestehende Systeme immer noch auf Prozessen basieren, die Verzögerungen und zusätzliche Kosten verursachen. Im Gegensatz dazu können Blockchain-Netzwerke Transaktionen und Abwicklungen rationalisieren.
Er verwies auf Tokenisierung als einen Schlüsselmechanismus zur Unterstützung der institutionellen Adoption. Lubin argumentierte, dass mehr traditionelle Anlagen mit der Zeit On-Chain gehen werden. Dadurch könnte sich die Unterscheidung zwischen dezentralem Finanzwesen und traditionellem Finanzwesen verringern.
Seine Aussagen decken sich mit dem wachsenden Interesse an tokenisierten realen Vermögenswerten. Zu diesen Anlagen gehören Staatsanleihen, Investmentfonds und Aktien. Institutionen erforschen weiterhin Blockchain-basierte Abwicklungs- und Emissionsmodelle.
Eine Umfrage von EY-Parthenon und Coinbase zeigte wachsendes institutionelles Interesse an tokenisierten Anlagen. Unter den interessierten Investoren hielten bereits 11% tokenisierte Anlagen. Weitere 61% erwarteten, in den Sektor zu investieren.
Lubin hob AI Agents auch als eine separate Quelle zukünftiger Blockchain-Nachfrage hervor. Er erwartet, dass die agentische Aktivität bis Ende 2026 zunimmt. Diese Agenten könnten Transaktionen ausführen und mit Smart-Contracts ( Intelligenten Verträgen) interagieren, ohne direkte menschliche Beteiligung.
Er beschrieb eine zukünftige Wirtschaft, in der Menschen und Maschinen gemeinsam auf Blockchain-Netzwerken operieren. Unter diesem Modell könnten AI Agents Portfolios verwalten und Mikrozahlungen verarbeiten. Sie könnten auch Trades ausführen und automatisierte Finanzaufgaben erledigen.
Lubin argumentierte, dass Maschine-zu-Maschine-Transaktionen eine zuverlässige Abwicklungsinfrastruktur erfordern. Er sagte, dezentralisierte Netzwerke bieten Transparenz und Verifizierung für diese Aktivitäten. Infolgedessen könnten Blockchain-Systeme wachsenden agentenbasierten Handel unterstützen.
Er verband institutionelle Adoption und KI-Aktivität durch das Konzept der Abwicklung. Lubin sagte, Finanzmärkte würden zunehmend rund um die Uhr operieren. Daher wird schnellere Transaktionsendgültigkeit sowohl für Institutionen als auch für Software-Agenten wertvoller.
Während des Interviews beschrieb Lubin die Entwicklung von Krypto als eine lange Infrastrukturaufbauphase. Er sagte, der Sektor habe Phasen der „Schwangerschaft, Kindheit, Kindheit und frühen Adoleszenz" durchlaufen. Laut Lubin beginnt die breitere Adoption erst jetzt zu entstehen.
Er argumentierte, dass frühere Marktzyklen hauptsächlich auf Krypto-native Teilnehmer angewiesen waren. Zukünftiges Wachstum könnte jedoch von Institutionen, tokenisierten Anlagen, AI Agents und Mainstream-Anwendungen kommen. Lubin sagte, diese Nutzer repräsentieren das Publikum, für das Blockchain-Netzwerke gebaut wurden.
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