Rodney Burton, online als „Bitcoin Rodney" bekannt, hat sich vor einem US-Bundesgericht der Verschwörung zum Betrieb eines nicht lizenzierten Geldübertragungsunternehmens schuldig bekannt. Die Staatsanwaltschaft gibt an, dass der Fall mit einem globalen Krypto-Betrugsschema in Verbindung steht, das gewaltige 1,8 Milliarden Dollar bewegte – ein Schock für die Investorengemeinschaft und Anlass für neue Fragen im Bereich der digitalen Assets.
Gerichtsdokumente, die in Baltimore eingereicht wurden, zeigen, dass Burton (56) in Miami wohnt, aber auch Verbindungen zu Prince George's County, Maryland, hat. Die Staatsanwaltschaft wirft Burton vor, als Promoter für die Krypto-Plattform HyperFund tätig gewesen zu sein, die in Wirklichkeit als weitreichendes, internationales Schema zur Täuschung von Investoren weltweit operierte.
Offizielle Unterlagen belegen, dass HyperFund sich als legitime Krypto-Investitionsmöglichkeit positionierte und Mitglieder durch das Versprechen täglicher Renditen von 0,5 % bis 1 % anlockte. Das Schema warb mit der Aussicht, das anfängliche Kapital der Investoren zu verdoppeln oder sogar zu verdreifachen, was weltweit eine Welle der Begeisterung auslöste.
Laut der Staatsanwaltschaft behauptete HyperFund, dass seine Auszahlungen zumindest teilweise durch Einnahmen aus groß angelegten Krypto-Mining-Operationen gedeckt seien. Ermittler stellten jedoch fest, dass diese Mining-Aktivitäten nie tatsächlich existierten. Im Jahr 2021 begann die Plattform, die Auszahlungen der Investoren vollständig einzufrieren, sodass viele keinen Zugang zu ihren Geldern hatten.
Die Behörden stellten fest, dass Burton ein Netzwerk von Unternehmen verwaltete, die angeblich Beratungsdienstleistungen anboten, in Wirklichkeit aber als nicht lizenzierte Kanäle für Geldtransfers fungierten. Die Staatsanwaltschaft gibt an, dass Investorengelder durch dieses Netzwerk geleitet und im System zirkulierten.
Gerichtsakten zeigen, dass Burton persönlich mehr als 7,8 Millionen Dollar aus diesem dunklen Unternehmen gewann. Die Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass ein Teil dieses Geldes von Opfern aus Maryland stammte, was die weitreichende Wirkung des Online Betrugs unterstreicht.
Burton droht nun eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Seine Urteilsverkündung ist für den 23.07. vor US-Bezirksrichter Richard D. Bennett angesetzt, wobei Staatsanwältin Christina A. Hoffman den Fall übernimmt.
Wie Rolling Stone berichtete, steigerte Burton HyperFunds öffentliches Profil erheblich durch Verbindungen zu Prominenten. Insbesondere Schauspieler Jamie Foxx und Rapper Rick Ross trugen dazu bei, Burtons Reichweite und Medienpräsenz auszubauen, und verliehen den Aktivitäten der Plattform einen Anschein von Legitimität.
Das Magazin enthüllte weiter, dass Burton 2021 eine große Krypto-Konferenz in Miami organisierte. Die Veranstaltung zog prominente Namen an, darunter Investor Draymond Green, „Wolf of Wall Street"-Autor Jordan Belfort, Musiker Akon und Komikerin Tiffany Haddish, was das Ausmaß von Burtons Werbebemühungen und den hochkarätigen Charakter der Marketing-Maschinerie von HyperFund verdeutlicht.
The post Crypto kingpin admits to $1.8 billion scheme! What happened inside the HyperFund case? appeared first on COINTURK NEWS.

