Bundesstaatsanwälte enthüllten am Dienstag Details einer 94-seitigen Anklageschrift gegen 15 Personen, die angeblich mit Antifa in Verbindung stehen – der locker organisierten antifaschistischen Bewegung, die die Trump-Administration als Terrororganisation eingestuft hat – obwohl bald Spott folgte, nachdem die Staatsanwälte ein besonders „peinliches" Beweisstück vorlegten.
Bei einer Pressekonferenz in Minnesota gab US-Staatsanwalt Daniel Rosen bekannt, dass eine Bundesanklageschrift entsiegelt worden sei, in der 15 Angeklagte unter anderem wegen „Verschwörung zur Verletzung von Bundesbeamten" angeklagt werden. Er teilte anschließend Beweise zur Stützung der Anklageschrift mit Reportern, wobei ein Beispiel unter Kritikern weitverbreiteten Spott auslöste.

„Sie sehen hier einen Facebook-Post eines der Angeklagten, in dem er schreibt, Zitat: ‚Wir müssen unregierbar werden'", sagte Rosen und zeigte auf einen Monitor, auf dem ein Screenshot des betreffenden Social-Media-Beitrags zu sehen war.
„Peinlich", kommentierte das progressive Medienportal The Tennessee Holler in einem Social-Media-Beitrag auf X.
„Oh, die haben also GAR nichts", witzelte der unabhängige Journalist Aaron Rupar.
Und Jim Stewartson, ein Unterhaltungsproduzent und politischer Kommentator, argumentierte, die Pressekonferenz mache das amerikanische Justizsystem zur „Farce".
„Was? Das ist ein Beweis für irgendetwas?", fragte Stewartson in einem Social-Media-Beitrag auf X an seine fast 150.000 Follower. „Justizministerium, wenn ihr das amerikanische Justizsystem weiterhin zur Farce macht und als persönliche Verteidigungskanzlei für den verwirrten Pädophilen fungiert, der das Land regiert, dann werden wir verdammt nochmal ‚unregierbar' werden. Willkommen in Amerika."
Rosen geriet nicht nur von Online-Kritikern unter Beschuss, sondern auch von einer Journalistin, die persönlich an der Pressekonferenz teilnahm: Madison McVan vom Minnesota Reformer, die darauf hinwies, dass die Anklagen gegen mehr als ein Drittel der in der Anklageschrift genannten Personen bereits fallen gelassen worden waren.
„Ich glaube nicht, dass irgendwelche Fälle in irgendeiner Weise gescheitert sind", wehrte Rosen ab.
„Es ist jetzt eigentlich die Hälfte", war ein anderer Reporter zu hören, der dazwischenrief.


