SoftBank Group hat am Dienstag in Tokio einen neuen KI-gesteuerten Cybersicherheitsdienst gestartet, der OpenAI-Technologie nutzt, um japanischen Unternehmen bei der Abwehr von Cyberangriffen zu helfen.
SoftBank Group Corp., SFTBY
Das Produkt mit dem Namen „Patching as a Service" richtet sich an Japans Top-3.000-Unternehmen, die kritische Infrastrukturen betreiben – Flughäfen, Stromsysteme und Verkehrsnetze.
Der Dienst wird über SB OAI Japan eingeführt, das 50:50-Joint-Venture zwischen SoftBank Corp und OpenAI, das letzten November gegründet wurde. Das Unternehmen wurde gegründet, um KI-Dienste für den japanischen Markt zu entwickeln und exklusiv zu vermarkten.
CEO Masayoshi Son machte die Bedrohung unmissverständlich deutlich. Er verglich Japans aktuelle Anfälligkeit für Cyberangriffe damit, Maschinengewehren gegenüberzustehen, während man nur auf Gewehrschüsse vorbereitet ist.
Das Produkt funktioniert in zwei Stufen: Zunächst werden Schwachstellen in den Systemen eines Unternehmens diagnostiziert, dann wird analysiert, was gepatcht werden muss. Son bezeichnete die Angreifer während der gesamten Präsentation wiederholt als „die Bösen".
SoftBank Corp CEO Junichi Miyakawa sagte, das Team, das derzeit an der Einführung arbeitet, umfasse rund 50 Personen, mit Plänen, diese Zahl auf 1.000 zu skalieren.
OpenAI CEO Sam Altman war ursprünglich für einen persönlichen Auftritt geplant, nahm jedoch nur per Kurzvideo teil. Er erklärte seine Abwesenheit schlicht damit, dass seine Tochter früher als erwartet zur Welt kam. OpenAI Chief Research Officer Mark Chen nahm in seiner Vertretung teil.
SoftBank ist einer der größten Investoren von OpenAI. Sein kumuliertes zugesagtes Investment in OpenAI erreicht bis Ende 2026 64,6 Milliarden USD.
Der Cybersicherheits-Launch ist der jüngste Schritt einer sich ausweitenden Partnerschaft. Die beiden Unternehmen bauen seit der Gründung von SB OAI Japan im letzten Jahr KI-Systemintegrationsdienstleistungen für japanische Unternehmen auf.
Letzte Woche hat die US-Regierung ausländischen Staatsangehörigen den Zugang zu Anthropics Fable 5- und Mythos 5-Modellen unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken gesperrt – ein Schritt, der die sich verschärfende Lage rund um KI und Sicherheit weltweit unterstreicht.
SoftBank Corp (9434.T) und SoftBank Group (9984.T) nahmen beide an der Unternehmenspräsentation am Dienstag in Tokio teil.
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