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NewCore sammelt 66 Millionen US-Dollar ein, um die kommende Identitätskrise für AI Agents am Arbeitsplatz zu lösen
Das Cybersicherheits-Startup NewCore ist am Montag aus der Stealth-Phase herausgetreten und hat dabei 66 Millionen US-Dollar an Seed-Finanzierung erhalten. Das Unternehmen setzt darauf, dass die schnelle Einführung von AI Agents am Arbeitsplatz Unternehmen dazu zwingen wird, ihr Management digitaler Identitäten zu überdenken. Die Runde wurde von Cyberstarts angeführt, mit Beteiligung von Index Ventures und Evolution Equity Partners, und bewertet das Unternehmen nach der Investition mit 300 Millionen US-Dollar.
NewCores Kernthese ist klar: Da Unternehmen zunehmend AI Agents einsetzen, die autonom agieren – Code schreiben, Daten analysieren oder mit internen Systemen interagieren –, benötigen diese Agents ihre eigenen sicheren Identitäten, Berechtigungen und Lebenszyklus-Kontrollen. Das Startup argumentiert, dass bestehende Identitätsplattformen, die für menschliche Mitarbeiter und statische Dienstkonten entwickelt wurden, nicht ausreichend sind, um mit dem Umfang und der Komplexität einer gemischten Belegschaft aus Menschen und autonomer Software umzugehen.
Mitgründer und CEO Zohar Alon, der zuvor das Cloud-Sicherheitsunternehmen Dome9 gegründet hatte, bevor es von Check Point übernommen wurde, sagte, die Idee habe sich 2023 konkretisiert, als er das Technologiebudget eines Unternehmens überprüfte. Das Unternehmen nutzte einen großen Identitätsanbieter und zahlte eine beträchtliche Rechnung. Als Alon fragte, ob der Kunde zufrieden sei, war die Antwort ein klares Nein. Dieser Austausch, sagte er, habe einen Markt offenbart, der von Anbietern mit begrenztem Wettbewerbsdruck dominiert wird – und der reif für eine Disruption ist, wenn AI Agents ins Spiel kommen.
NewCores Plattform verwaltet sowohl menschliche als auch AI-Agent-Identitäten in einem einzigen System und behandelt Agents als erstklassige Identitäten mit eigenen Berechtigungen, Lebenszyklus-Kontrollen und Widerrufsmechanismen. Ein wesentliches architektonisches Merkmal ist das Split-Key-Design, das kritische Identitätsnachweise zwischen dem Kunden und der Plattform aufteilt, um einen einzelnen Angriffspunkt zu eliminieren.
Das Startup bietet außerdem ein Integrationspaket für Coding-Assistenten wie Anthropics Claude Code, OpenAIs Codex und Cursor an, das diesen KI-Tools ermöglicht, als verwaltete Identitäten auf Unternehmenssysteme zuzugreifen, anstatt manuell verteilte Anmeldedaten zu verwenden. Mitarbeiter können eine Handy-App nutzen, um den Zugriff für AI Agents zu gewähren, zu überprüfen und zu widerrufen, was eine menschliche Aufsichtsebene bietet, während autonome Systeme immer häufiger werden.
Das Timing spiegelt einen breiteren Wandel wider, wie Unternehmen AI Agents betrachten. Goldman Sachs testete den KI-Coding-Agent Devin letztes Jahr als neuen Mitarbeiter, und McKinsey gab Anfang dieses Jahres an, dass bereits 25.000 AI Agents neben seinen 60.000 Mitarbeitern arbeiten. Alon prognostiziert, dass AI Agents in vielen technologieorientierten Organisationen innerhalb weniger Jahre die menschlichen Mitarbeiter zahlenmäßig übertreffen könnten – eine Ansicht, die kürzlich von TCS-Vorsitzendem N. Chandrasekaran bestätigt wurde.
Etablierte Identitätsanbieter wie Okta und Microsofts Entra haben begonnen, AI-Agent-Funktionen hinzuzufügen, aber Alon argumentiert, dass dies Erweiterungen von Plattformen sind, die für Menschen konzipiert wurden. NewCore, sagt er, wurde von Grund auf für eine Belegschaft entwickelt, die Menschen, Maschinen und AI Agents umfasst.
Der Markt für Identitäts- und Zugriffsmanagement ist groß und ausgereift und wird von wenigen etablierten Akteuren dominiert. NewCores Argument ist, dass diese etablierten Unternehmen agentische Funktionen als Ergänzungen hinzufügen, anstatt ihre Architektur zu überdenken. Die Bewertung des Startups von 300 Millionen US-Dollar in der Seed-Phase – eine Seltenheit selbst im aktuellen Finanzierungsumfeld – deutet darauf hin, dass Investoren eine bedeutende Chance sehen.
NewCore ist auf mehr als 50 Mitarbeiter in den USA und Israel angewachsen. Alon sagte, die Plattform werde von weniger als 10 Kunden und mehr als 10 Designpartnern genutzt, wobei die kommerzielle Preisgestaltung voraussichtlich in diesem Sommer beginnen soll.
NewCore tritt in einen Markt ein, der sowohl etabliert als auch an einem Wendepunkt ist. Ob AI Agents tatsächlich ein neues Identitätsparadigma erfordern – oder ob bestehende Plattformen sich anpassen können – bleibt abzuwarten. Aber da große Unternehmen bereits Agents in großem Maßstab einsetzen, ist die Frage, wie man sie steuert, nicht mehr nur theoretisch. Wie Alon es formulierte: Die Frage ist, ob Unternehmen die Leitplanken rechtzeitig aufbauen werden.
Q1: Was genau macht NewCore?
NewCore bietet eine Identitäts- und Zugriffsmanagement-Plattform an, die speziell dafür entwickelt wurde, sowohl menschliche Mitarbeiter als auch AI Agents zu verwalten und sie als erstklassige Identitäten mit eigenen Berechtigungen und Lebenszyklus-Kontrollen zu behandeln.
Q2: Warum können bestehende Identitätsplattformen keine AI Agents verwalten?
NewCore argumentiert, dass Plattformen wie Okta und Microsoft Entra für menschliche Benutzer und statische Dienstkonten entwickelt wurden. AI Agents agieren autonom, mit hoher Geschwindigkeit und in großer Anzahl – was andere Authentifizierungs-, Autorisierungs- und Widerrufsmechanismen erfordert.
Q3: Wie viel Finanzierung hat NewCore erhalten und wer hat investiert?
NewCore hat 66 Millionen US-Dollar an Seed-Finanzierung erhalten, angeführt von Cyberstarts, mit Beteiligung von Index Ventures und Evolution Equity Partners, bei einer Post-Money-Bewertung von 300 Millionen US-Dollar.
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