Der Krypto-Markt hat sich nach dem Crash im Oktober noch nicht vollständig erholt. Viele mussten hohe Verluste hinnehmen und es kam zu zahlreichen LiquidierungeDer Krypto-Markt hat sich nach dem Crash im Oktober noch nicht vollständig erholt. Viele mussten hohe Verluste hinnehmen und es kam zu zahlreichen Liquidierunge

Warum eine wichtige Ursache für den Stress auf dem Krypto-Markt 2025 jetzt nachlässt

Der Krypto-Markt hat sich nach dem Crash im Oktober noch nicht vollständig erholt. Viele mussten hohe Verluste hinnehmen und es kam zu zahlreichen Liquidierungen.

Trotz positiver Auslöser wie Zinssenkungen, mehr Liquidität und einem fallenden US-Dollar-Index (DXY) gab es bisher keine bullische Rally für Bitcoin oder den breiten Markt. Das sorgt bei der Community für Unsicherheit. Neue Daten zeigen allerdings, dass ein Hauptgrund für den Kursrückgang – zu viel Leverage – weniger wird.

So entlarvst du die Schwäche am Krypto-Markt

Der Marktcrash im Oktober führte zur größten Liquidierung in der Geschichte von Krypto. BeInCrypto berichtete, dass mehr als 19 Milliarden USD an gehebelten Positionen aufgelöst wurden.

Dieses Ereignis bekam den Namen „Crypto Black Friday“. Ausgelöst wurde es angeblich durch Präsident Donald Trumps Ankündigung einer einhundert prozentigen Strafzoll auf China. Dennoch zeigte der anhaltende Rückgang später noch tiefere Schwächen im Markt.

Auch im November gab es immer wieder Wellen von Liquidationen. Der Markt erlebte Liquidierungen von über 1 Milliarde USD, und das mehrfach in einem Monat.

Die Kursverluste fielen auf, denn sie standen nicht direkt in Verbindung zu den üblichen Auslösern. Selbst als US-Präsident Trump Mitte November sagte, er wolle Amerika „zur Nummer eins in Krypto machen“, bemerkte der Kobeissi Letter, dass der Bitcoin-Kurs weiterhin fiel.

In dem Beitrag wurde hervorgehoben, dass der erste Verkaufsdruck von institutionellen Ausstiegen kam. In einem Markt mit weniger Leverage hätte dies vermutlich nur eine kleine Korrektur verursacht. Dann gäbe es nur ein vorübergehendes Ungleichgewicht zwischen Käufern und Verkäufern, statt eines starken Ausverkaufs.

Durch die Liquidierungen kam ein starker Dominoeffekt in Gang. Jede neue Welle an Zwangsverkäufen sorgte dafür, dass die Kurse noch weiter fielen. Dadurch gab es weitere Liquidierungen und die Abwärtsbewegung beschleunigte sich. Das führte zu sehr schnellen Kurseinbrüchen.

Zeichen für weniger Hebel und Markt-Neustart

Seit dem Crash hat sich die Struktur am Markt deutlich verändert. Daten von Coinglass zeigen, dass das Open Interest von Bitcoin stark gesunken ist.

Wenn das Open Interest von Bitcoin fällt, schließen Trader mehr Futures- und Perpetual-Positionen. Die Summe der offenen Derivate-Verträge wird so kleiner. Das bedeutet, dass Leverage aktuell aus dem Markt verschwindet.

Bitcoin Open InterestBitcoin Open Interest. Quelle: Coinglass

Alphractal berichtete, dass es zwischen August und November so viele gehebelte Bitcoin-Trades gab wie nie zuvor – an einem Tag auf 19 DEXes bis zu 80 Mio. Trades. Nun ist diese Aktivität zurückgegangen. Im Sieben-Tage-Schnitt sind es aktuell 13 Millionen Trades.

Bei Bitcoin gibt es also klare Anzeichen, dass Leverage abgebaut wird. Etwas anders sieht es jedoch bei Ethereum aus. ETH erreichte im Jahr 2025 fast 50 Millionen Trades. Auch jetzt bleibt das Handelsvolumen höher, aktuell liegt der Sieben-Tage-Schnitt bei 17,5 Millionen.

Das zeigt, dass Trader weniger auf gehebelte Bitcoin-Trades setzen. Analyst NoLimit erklärte zudem, bei Altcoins sei aktuell „zu viel Leverage wird entfernt“. Er sieht das als positives Zeichen.

Der Markt bleibt zwar fragil, dennoch zeigt der Rückgang von Leverage, dass ein großes strukturelles Risiko schwächer wird. Wenn dieser Trend andauert, könnte das die Grundlage für eine stabilere Erholung sein.

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