TLDR Der Dollar erreichte ein 40-Jahres-Hoch gegenüber dem Yen und wurde am Mittwoch mit bis zu 162,84 Yen gehandelt. Steigende US-Staatsanleiherenditen trieben die Dollarstärke gegenüber den wichtigstenTLDR Der Dollar erreichte ein 40-Jahres-Hoch gegenüber dem Yen und wurde am Mittwoch mit bis zu 162,84 Yen gehandelt. Steigende US-Staatsanleiherenditen trieben die Dollarstärke gegenüber den wichtigsten

Dollar erreicht 40-Jahres-Hoch gegenüber dem Yen, da die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung auf 67 % steigt

2026/07/01 17:36
3 Min. Lesezeit
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TLDR

  • Der Dollar erreichte am Mittwoch ein 40-Jahres-Hoch gegenüber dem Yen und wurde zeitweise mit bis zu 162,84 Yen gehandelt.
  • Steigende US-Staatsanleiherenditen trieben die Stärke des Dollars gegenüber den wichtigsten Währungen an.
  • Die Märkte preisen nun eine 67%ige Chance auf eine Fed-Zinserhöhung im September ein, gegenüber 20,5% vor einem Monat.
  • Japans Finanzministerium bereitet sich möglicherweise auf eine erneute Intervention zur Stützung des Yen vor.
  • Der Iran-Konflikt stützt ebenfalls die Dollar-Nachfrage, wobei einige Analysten vor einer möglichen Korrektur warnen.

Der US-Dollar stieg am Mittwoch, dem 01.07.2026, auf seinen stärksten Stand gegenüber dem japanischen Yen seit 40 Jahren, angetrieben von steigenden Staatsanleiherenditen und wachsenden Wetten auf eine Zinserhöhung der Federal Reserve.

Der Dollar erreichte im Handel 162,84 Yen – ein Niveau, das Japan zuvor zu Interventionen an den Devisenmärkten veranlasst hatte. Zuletzt wurde er bei rund 162,71 Yen gehandelt, ein Plus von etwa 0,1% auf Tagesbasis.

Quelle: Google Finance

Staatsanleiherenditen befeuern die Dollar-Nachfrage

Die US-Staatsanleiherenditen stiegen am Dienstag stark an, wobei die 10-Jahres-Rendite um bis zu 9 Basispunkte zulegte, bevor sie leicht zurückging. Am Mittwoch lag sie 4 Basispunkte höher bei 4,465% und übertraf damit die Bewegungen bei europäischen Anleiherenditen.

Analysten sagten, es gebe keinen einzigen klaren Grund für den Ausverkauf bei Staatsanleihen. Monatsend-Repositionierungen könnten eine Rolle gespielt haben.

Die Bewegung gab einem ohnehin starken Dollar weiteren Auftrieb. Der Euro fiel um 0,14% auf 1,1404 USD, während das Pfund Sterling um 0,2% auf 1,3240 USD nachgab. Der Dollar-Index hielt sich stabil bei 101,31.

Händler sehen nun laut dem CME FedWatch-Tool eine 67%ige Chance auf eine Fed-Zinserhöhung im September. Das entspricht einem Anstieg gegenüber lediglich 20,5% vor einem Monat.

Über Nacht veröffentlichte Daten zeigten, dass die US-Stellenangebote im Mai auf ein Zwei-Jahres-Hoch gestiegen sind. Allerdings dämpfte eine schleppende Einstellungstätigkeit die Stimmung der Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt. Der stärker beachtete Bericht zu den Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft wird am Donnerstag erwartet.

Japan wartet auf ein Zeitfenster zum Handeln

Der Rückgang des Yen setzt Japans Finanzministerium unter Druck zu handeln. Japan intervenierte vor etwa zwei Monaten an den Devisenmärkten, und sein oberster Währungsdiplomat erklärte, dieser Schritt sei wirksam gewesen und habe die Unterstützung einiger US-Beamter gehabt.

Chidu Narayanan von Wells Fargo sagte, die Märkte seien „nahe an einer möglichen Maßnahme". Er wies darauf hin, dass das Ministerium möglicherweise intervenieren müsse, um seine Glaubwürdigkeit zu schützen, auch wenn es kein festes Niveau gebe, das automatisch eine Reaktion auslöse.

Händler sehen den US-Feiertag am Freitag als potenzielles Zeitfenster für Japan, Yen zu kaufen, da eine dünnere Marktliquidität den Effekt verstärken könnte.

Joey Chew von HSBC sagte, Japan warte möglicherweise auch auf einen schwachen US-Arbeitsmarktbericht am Donnerstag, der den Dollar von sich aus nach unten drücken könnte. Sie wies auch auf die Möglichkeit hin, dass Beamte Short-Positionen aufbauen lassen, um eine künftige Intervention wirksamer zu gestalten.

Unterdessen stützt auch das geopolitische Risiko den Dollar. Die Commerzbank stellte fest, dass der Dollar wahrscheinlich fest bleiben werde, solange der Iran-Konflikt andauere. Die Bank warnte jedoch, dass die Zinserhöhungserwartungen möglicherweise nicht standhalten könnten, sobald sich die Lage kläre, was die Tür für einen Dollar-Rückgang öffne.

Fed-Chef Kevin Warsh ist für später am Mittwoch als Redner beim EZB-Forum für Zentralbankwesen in Portugal geplant. Analysten erwarten nicht, dass er eine starke Zukunftsguidance geben wird, basierend auf seinem Ansatz im Juni.

Die Stärke des Dollars spiegelt sowohl höhere US-Renditen als auch Unsicherheit an den globalen Märkten wider, wobei Japan nun genau auf den richtigen Moment wartet, um einzugreifen.

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