Grant Cardone, CEO von Cardone Capital, weicht trotz des jüngsten Kursrückgangs nicht von seiner Bitcoin-Strategie ab. Tatsächlich sei sein Unternehmen darauf ausgelegt, bei fallenden Preisen weiter zu kaufen. In dieser Woche, als der Krypto-Markt nachgab, bekräftigte Cardone seinen hybriden Ansatz: Cashflows aus Immobilien zu nutzen, um Bitcoin in regelmäßigen Abständen zu kaufen.
Cardone Capital, das etwa 5,3 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten verwaltet, verwendet die aus seinen Immobilien generierten Einnahmen, um unabhängig vom Preis Bitcoin zu kaufen. Die größte Kryptowährung hat in dieser Woche etwa 4,7 % verloren. Cardone postete auf X, dass sein Team daran arbeite, den Immobilien-Cashflow gezielt zu verbessern, um mehr Bitcoin zu kaufen, wenn der Kurs fällt. Er beschrieb das Modell als von Unternehmens-Treasuries inspiriert, aber durch reale Vermögenswerte und reale Cashflows gedeckt.
Der Ansatz setzt auf Dollar-Cost-Averaging, um den Kaufpreis über die Zeit zu glätten. Cardone behauptet, sein Unternehmen sei weltweit das größte Immobilien-Bitcoin-Hybrid. Er betonte, dass keine institutionellen Investoren die Strategie beeinflussen – sie werde vollständig durch interne Cashflows gesteuert. Die Idee sei, so sagte er, die Abhängigkeit von Kapitalmärkten zu vermeiden, was bedeutet, weder Anteile verkaufen noch Schulden aufnehmen zu müssen, um Bitcoin-Käufe zu finanzieren.
Dies steht im Gegensatz zum unternehmenseigenen Bitcoin-Treasury-Modell, das von Strategy, ehemals MicroStrategy, popularisiert wurde. Dieses Unternehmen beschafft Kapital durch die Ausgabe von Aktien oder Schulden, um Bitcoin zu kaufen. In dieser Woche wurde die Aktie von Strategy unter dem Wert seiner Bitcoin-Bestände gehandelt, und einige Analysten bei CryptoQuant argumentierten, das Unternehmen habe sich möglicherweise überdehnt.
Cardones Kommentare kamen, als Bitcoin unter 60.000 US-Dollar fiel, was teilweise auf einen breiteren Ausverkauf von Tech-Aktien und Abflüsse aus US-amerikanischen Bitcoin-ETFs zurückzuführen war. Er scheint den Rückgang eher als Chance denn als Grund zur Pause zu betrachten. Stand Mai hielt Cardone Capital rund 200 Millionen US-Dollar in Bitcoin, aufgebaut aus einem anfänglichen Kauf von 1.000 Coins im Jahr 2025 und anschließenden Aufstockungen. Das Unternehmen besitzt außerdem Tausende von Wohneinheiten und Class-A-Büroflächen.
Cardone hat erklärt, er erwarte, dass diese hybride Struktur eine Rendite zwischen 22 % und 32 % erziele. Das bleibt eine Prognose, kein nachgewiesener Track Record – daher ist eine gewisse Vorsicht angebracht. Aber vorerst hält er an dem Plan fest, weiterhin Bitcoin mit den stetigen Cashflows aus Immobilien zu kaufen.
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