Jeremy Grantham, Mitgründer von GMO und eine prominente Stimme an den Finanzmärkten, hat seine langjährige skeptische Haltung gegenüber Bitcoin bekräftigt. Bekannt an der Wall Street für seine Warnungen vor Vermögensblasen, erklärte Grantham, dass er nicht erwartet, dass Bitcoin ein dauerhafter Bestandteil des Finanzsystems wird. Stattdessen sieht er, dass Bitcoin mit der Zeit an Relevanz verlieren und in der Bedeutungslosigkeit versinken wird.
Grantham sagte, er rechne nicht mit einem plötzlichen Zusammenbruch von Bitcoin, sondern stelle sich eher einen allmählichen Rückgang des Interesses über mehrere Jahre hinweg vor. Seiner Ansicht nach fehlt Bitcoin ein innerer Wert, und er hat nicht die durchgehend starke Marktleistung geliefert, die seine Anhänger oft behaupten.
Der erfahrene Investor widersprach auch der Idee, Bitcoin sei ein zuverlässiger Wertspeicher zum Schutz von Ersparnissen. Er verwies auf die Fähigkeit der Kryptowährung, in einem robusten wirtschaftlichen Umfeld ohne ersichtlichen Grund die Hälfte ihres Wertes zu verlieren, als klares Gegenargument.
Grantham argumentierte ferner, dass Bitcoin im Vergleich zu Gold noch keine Mainstream-Nutzung im Alltag erreicht hat. Er stellte fest, dass Menschen selten auf Bitcoin für bedeutende Transaktionen oder tägliche Zahlungen zurückgreifen, was die Behauptungen über seinen Nutzen als Tauschmittel untergräbt.
Unterdessen hob Katie Stockton, Gründerin von Fairlead Strategies, Chart-Niveaus hervor, die von Investoren genau beobachtet werden. Laut Stockton hat die $59.000-Zone Bitcoin seit mehreren Monaten eine wichtige Unterstützung geboten, und der Markt könnte dieses Niveau gerade zum dritten Mal getestet haben.
Bitcoin fiel kürzlich auf bis zu $58.000, bevor es sich auf $59.835 erholte. Stockton merkte an, dass der nächste wichtige Support im niedrigen $40.000-Bereich zu finden sein könnte, falls Bitcoin entschieden unter die $59.000-Schwelle fallen sollte. Einige Marktanalysten haben auch begonnen, das Risiko eines tieferen Markt-Rückgangs zu diskutieren.
Laut Stockton ist Bitcoin um etwa 30% gefallen, nachdem es nicht gelungen war, über seinen 200-Tage-Gleitdurchschnitt auszubrechen, der weiterhin als starker Widerstand wirkt. Vorerst bleibt der übergeordnete Trend nach unten gerichtet.
Trotz der jüngsten Schwäche stellte Stockton fest, dass bestimmte langfristige Chart-Signale nun eine mögliche Stabilisierung andeuten. Die aktuelle Handelsspanne deckt sich mit einem bedeutenden Fibonacci retracement-Niveau; ein klarer Bruch darunter könnte die Tür zu weiteren Verlusten öffnen. Ein weiterer Bereich, den Investoren genau beobachten, ist die $60.000-Marke.
Derzeit handelt Bitcoin etwa 60% unter seinem Allzeithoch. In früheren Abschwüngen reichten die Verluste bis zu 75% bis 80%. Stockton räumte die Möglichkeit eines ähnlich großen Rückgangs ein, wies aber auch darauf hin, dass die aktuelle Marktvolatilität Handelsmöglichkeiten für diejenigen bieten könnte, die in der Lage sind, die Trends richtig zu lesen.
Während Stockton weiterhin optimistisch hinsichtlich Bitcoins langfristigen Potenzials bleibt, warnte sie davor, der sogenannten Vier-Jahres-Zyklus-Theorie zu viel Gewicht beizumessen, und verwies auf unzureichende historische Belege, um das Konzept mit Überzeugung zu untermauern.
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