Japan Airlines strich 70 Flüge von und zu den südlichen Regionen Okinawa und Kagoshima. (EPA Images pic)
TOKIO: Japanische Fluggesellschaften strichen am Freitag mehr als 100 Flüge, da zwei Tropenstürme auf den Archipel zurasten, während die Behörden in einigen Gebieten wegen möglicher Überschwemmungen und Erdrutsche zur Evakuierung rieten.
Der schwere Tropensturm Mekkhala, der von einem Taifun herabgestuft worden war, erreichte laut Wettervorhersagen Windböen von bis zu 144 km/h, während heftige Regenfälle bereits Teile des südlichen und westlichen Japans trafen.
Das Wettersystem sollte am Wochenende die Inseln Kyushu und Shikoku streifen und möglicherweise mit dem Tropensturm Higos zusammentreffen, der sich ebenfalls weiter draußen im Pazifik bewegte.
Dies könnte zu dem atmosphärischen Phänomen führen, das als Fujiwhara-Effekt bekannt ist, wenn zwei Stürme miteinander interagieren, was die Vorhersage ihrer Bewegungen und Stärken erheblich erschwert.
Japan Airlines und All Nippon Airways strichen jeweils 70 bzw. 50 Flüge von und zu den südlichen Regionen Okinawa und Kagoshima.
Die Region Kyoto rief mehrere tausend Einwohner zur Evakuierung auf und warnte vor möglichen Erdrutschen.
Sowohl Kyoto als auch Osaka gaben bekannt, dass die Wasserstände der wichtigsten Flüsse ansteigen und Wachsamkeit gegenüber Überschwemmungen erforderlich sei.
Der Automobilhersteller Toyota stellte den Betrieb in einem Werk in Kyushu wegen durch Starkregen verursachter Straßensperrungen ein, während Nissan ebenfalls angab, einige Produktionslinien vorübergehend stillzulegen, wie Kyodo News berichtete.
Das japanische Militär strich außerdem den geplanten Erstflug eines V-22-Osprey-Transportflugzeugs zur Insel Miyako, der Teil gemeinsamer Übungen mit den Vereinigten Staaten war, wie Kyodo berichtete.


