Bitcoin wird derzeit bei etwa $62.000 gehandelt und steht von mehreren Seiten unter Druck. BitMEX-Mitgründer Arthur Hayes hat eine kurzfristig bärische Einschätzung dargelegt, während er langfristig bullish bleibt.
Hayes sagte in einem Interview vom 12.06., dass er erwartet, dass Bitcoin innerhalb der nächsten sechs Monate einen Tiefstand nahe $40.000 erreichen wird. Das wäre ein Rückgang von rund 35% gegenüber den aktuellen Preisen. Er hält Put-Spreads zur Absicherung gegen dieses Szenario.

Hayes argumentiert, dass künstliche Intelligenz in diesem Zyklus den marginalen Dollar des spekulativen Kapitals angezogen hat. Anleger, die Inflationsabsicherungen suchen, haben sich eher KI-Aktien als Krypto zugewandt.
Er hat sein Engagement in mehreren Token zuletzt reduziert, darunter Hyperliquid, Near und Zcash. Er hat einen Teil des Kapitals in Staatsanleihen umgeschichtet, während er auf bessere Gelegenheiten wartet.
Hayes glaubt, dass der KI-Ausbau eine größere Kreditblase als die Subprime-Krise werden könnte. Er verwies auf aggressive Rechenzentrumsausgaben, zirkuläre Umsatzgeschäfte und Schulden, die durch schnell abschreibende Chips besichert sind.
GPUs werden auf mehrjährige Laufzeiten finanziert, obwohl sich die Chiptechnologie schnell verbessert. Das schafft ein Missverhältnis zwischen der Lebensdauer des Vermögenswerts und den damit verbundenen Schulden.
Hayes bezeichnete Ethereum außerdem als eines der besten Large-Cap-Setups im Moment. Er sagte, er würde auf rein charttechnischer Basis Ether gegenüber Bitcoin bevorzugen, da es sein vorheriges Allzeithoch noch nicht zurückerobert hat.
MicroStrategy hat diese Woche 520 Bitcoin hinzugekauft und seine Barreserven um $300 Millionen auf $1,4 Milliarden erhöht. Die Käufe halfen Bitcoin, kurzzeitig $65.000 zurückzuerobern.
Analysten bei QCP merkten an, dass der Kauf wahrscheinlich über ein verwässerndes Aktienprogramm erfolgte. Wintermute stellte fest, dass MicroStrategy in einem langsameren Tempo kauft, da die Finanzierungskosten steigen.
Die Federal Reserve hielt die Zinsen zwischen 3,50% und 3,75% und entfernte ihre Lockerungsneigung. Die mittlere Zinsprognose für 2026 stieg auf 3,8%. Die Märkte preisen nun eine 37%ige Chance auf eine Zinserhöhung im Dezember ein, gegenüber 24% vor einem Monat.
Trader beobachten den PCE-Inflationsbericht vom Donnerstag. JPMorgan schätzt, dass Institutionen bis Ende Juni $165 Milliarden von Aktien in Anleihen umschichten könnten, was der größte derartige Schritt seit vier Jahren wäre.
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