Indien ist einer der Hauptnutznießer von Apples Entscheidung, seine Produktion außerhalb Chinas auszuweiten. (EPA Images pic)
MUMBAI: Ein führender indischer Hersteller von iPhone-Komponenten hat bestätigt, von einem „Cybersicherheitsvorfall" betroffen gewesen zu sein, wobei Medienberichte behaupten, dass Lieferantenspezifikationen des Apple Konto-Anbieters Apple geleakt worden seien.
Der Industriegigant Tata Group ist ein zentrales Element von Apples wachsender Lieferkette im bevölkerungsreichsten Land der Welt.
Am Montag berichteten Medien, dass über 600 Gigabyte an Daten, die angeblich vom Tochterunternehmen Tata Electronics des Konglomerats gestohlen wurden, im Darknet verfügbar gemacht worden seien.
Die Fachnachrichtenwebsite TechCrunch erklärte, sie habe gefunden, was offenbar „Apple-Lieferantenspezifikationen und Tesla-Fertigungsdokumente" seien.
AFP konnte die Angaben nicht unabhängig überprüfen. Apple und Tesla antworteten nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungnahme.
Ein Sprecher von Tata Electronics teilte AFP mit, das Unternehmen habe einen Vorfall identifiziert, dieser habe jedoch keine Auswirkungen auf den Betrieb gehabt.
„Vor einigen Wochen identifizierte Tata Electronics einen Cybersicherheitsvorfall auf einigen unserer Systeme", sagte der Sprecher.
„Unsere Reaktionsprotokolle wurden sofort eingesetzt, und der Vorfall hatte keine Auswirkungen auf unseren Betrieb in allen Geschäftsbereichen, die weiterhin unbeeinträchtigt sind."
Indien ist einer der Hauptnutznießer von Apples Entscheidung, seine Produktion außerhalb Chinas auszuweiten.
Der Datenschutzverstoß ist jedoch der jüngste Vorfall, der die Tata Group betrifft, während diese versucht, einen größeren Anteil an globalen Lieferketten zu sichern.
Letzte Woche teilte Tata Electronics mit, eine Mitteilung von lokalen Umweltbehörden im südlichen Bundesstaat Tamil Nadu erhalten zu haben, wegen Vorwürfen der Wasserverschmutzung durch seine Fabrik.
Das Unternehmen erklärte jedoch, die Bedenken seien „zufriedenstellend ausgeräumt" worden und die Behörden hätten „auf weitere Maßnahmen in dieser Angelegenheit verzichtet".


