Lucid Group gab am Montag bekannt, rund 18 % seiner US-Belegschaft zu entlassen – die zweite Entlassungsrunde im Jahr 2026 –, da der Elektrofahrzeughersteller die Kosten senken und die Produktion an die Nachfrage anpassen will.
Lucid Group, Inc., LCID
Die LCID-Aktie fiel nach der Nachricht um 3,6 %. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie nun 50 % im Minus.
Die Kürzungen betreffen Vollzeitbeschäftigte, Auftragnehmer und gewerbliche Produktionsarbeiter. Lucid beschäftigte zum 31.12.2025 weltweit rund 9.000 Mitarbeiter.
Das Unternehmen erwartet durch diese Maßnahme annualisierte Kosteneinsparungen von rund 158 Millionen US-Dollar. Zudem werden einmalige Baraufwendungen von etwa 32 Millionen US-Dollar für Abfindungen und Sozialleistungen anfallen.
Dies folgt auf eine Entlassung im Februar, bei der 12 % der US-Belegschaft abgebaut wurden, mit dem Ziel, über drei Jahre 500 Millionen US-Dollar einzusparen.
Chief Operating Officer Marc Winterhoff verließ das Unternehmen am Montag mit sofortiger Wirkung. Winterhoff hatte zuvor als Interims-CEO fungiert, bevor Silvio Napoli die Rolle am 01.06. übernahm. Lucid teilte mit, dass die COO-Position dauerhaft abgeschafft wurde.
Lucid streicht außerdem die zweite Schicht in seinem AMP-1-Produktionswerk in Casa Grande, Arizona.
Lucid hatte zuvor eine Produktion von 25.000 bis 27.000 Fahrzeugen für 2026 prognostiziert, diese Prognose jedoch früher in diesem Jahr ausgesetzt. Neuer CEO Napoli überprüft derzeit die Geschäftstätigkeit des Unternehmens.
Das Unternehmen erklärte, den erhöhten Fahrzeugbestand abbauen zu müssen – ein Schritt, der typischerweise auf eine Verlangsamung oder Unterbrechung der Produktion hindeutet.
Im ersten Quartal 2025 blieben die Auslieferungen im Jahresvergleich unverändert, obwohl der Umsatz im gleichen Zeitraum um 20 % stieg.
Lucid verzeichnete für das Gesamtjahr 2025 einen Verlust von 2,7 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 1,35 Milliarden US-Dollar. Der freie Cashflow war mit minus 3,8 Milliarden US-Dollar negativ, was einem Anstieg von rund 31 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Das Unternehmen veranstaltete im März seinen ersten Investorentag seit fast fünf Jahren, bei dem es erklärte, bis Ende des Jahrzehnts einen positiven Cashflow erreichen zu wollen.
Die staatliche EV-Steuergutschrift in Höhe von 7.500 US-Dollar wurde unter der Trump-Regierung abgeschafft, was den Druck auf die EV-Nachfrage in der gesamten Branche weiter erhöht.
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