Aktien von Fervo Energy stiegen am Montag in der Vorbörse um 8,2 % auf 37,50 $, wobei die Marktteilnehmer die neue Nvidia-Zusammenarbeit des Unternehmens stärker betonten als die enttäuschenden Quartalsergebnisse.
Fervo Energy Co., FRVO
Das von Bill Gates unterstützte Geothermie-Unternehmen, das am 13.05. an die Börse ging, gab die Partnerschaft vor der Markteröffnung bekannt.
Für Q1 2026 meldete Fervo einen Verlust von 3,72 $ je Aktie. Dies stellt eine erhebliche Verschlechterung gegenüber dem Verlust von 1,02 $ im Vorjahr dar und übertraf den Analystenkonsens von einem 5-Cent-Verlust deutlich.
Der Quartalsumsatz betrug lediglich 61.000 $ und lag damit erheblich unter der Markterwartung von rund 340.000 $, gemäß FactSet-Daten.
Dennoch trieben die Marktteilnehmer die Aktien nach oben. Die Zusammenarbeit mit Nvidia erwies sich als primärer Katalysator.
Fervo gab Pläne bekannt, gemeinsam mit Nvidia und dem Pacific Northwest National Laboratory EGS-Twin zu entwickeln, eine spezialisierte Plattform für Enhanced Geothermal Systems-Anwendungen.
EGS-Twin ist darauf ausgelegt, Live-Betriebsdaten, physikbasierte Simulationen und KI-Modelle für prädiktive Analysen zu integrieren. Die Plattform zielt darauf ab, Geothermie-Betreibern einen besseren Einblick in die unterirdischen Bedingungen zu ermöglichen.
Wissenschaftler am PNNL werden Betriebsdaten aus Fervos Anlagen in Nevada und Utah nutzen, um mithilfe von Nvidias Recheninfrastruktur KI-Algorithmen zu entwickeln.
Nach der Trainingsphase werden diese Algorithmen Teil der Nvidia Omniverse-Bibliotheken. Darüber hinaus plant PNNL, Betriebsworkflows unter Nutzung von Supercomputing-Ressourcen des US-Energieministeriums zu erstellen.
Die Technologie soll Betreibern ermöglichen, unterirdische Veränderungen schneller zu erkennen, die Energieproduktion zu optimieren und die Geothermiekapazität effizienter auszubauen.
Die vollständige Implementierung des EGS-Twin-Systems ist für 2029 geplant.
Die Entwicklung des digitalen Zwillings beginnt sofort unter Verwendung von Fervos exklusiven Betriebsdaten. Die Algorithmen werden kontinuierlich verbessert, sobald weitere Produktionsdaten aus den Standorten in Nevada und Utah einfließen.
Fervos Hauptsitz in Houston überwacht den Betrieb, der unterirdischen Dampf zur Stromerzeugung nutzt. Die EGS-Twin-Technologie soll den Bohrprozess beschleunigen und optimieren.
Nvidia-Aktien stiegen am Montag ebenfalls um 2,95 %.
Mit einer Börsengeschichte von rund sechs Wochen stellt die Vorbörsenaktivität vom Montag eine der bedeutendsten Handelssitzungen für Fervo seit dem Börsengang dar.
Der Q1-Bericht stellt die erste Gewinnmitteilung des Unternehmens als börsennotiertes Unternehmen dar.
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