SpaceX-Aktien setzten ihren Rückgang fort, nachdem eines der dramatischsten Börsendebüts der jüngeren Geschichte stattgefunden hatte, während Anleger Bewertungsbedenken, Verwässerungsrisiken und die allmähliche Normalisierung der Handelsbedingungen abwägten.
Die Aktie schloss letzte Woche bei etwa 185 $, weit unter dem am 16. Jun. erreichten Höchststand von 225,64 $. Der Rückgang folgte auf eine außergewöhnliche Rally, die begann, nachdem SpaceX am 12. Jun. unter dem Ticker SPCX an der Nasdaq debütierte und dabei rund 75 Milliarden Dollar zu einem Ausgabepreis von 135 $ einnahm.
Die Aktien des Unternehmens stiegen in drei Handelssitzungen um etwa 67 %, bevor sie ihren Kurs umkehrten. Anschließend verzeichneten sie als börsennotiertes Unternehmen erstmals zwei aufeinanderfolgende Verluste – ein Rückgang von 5 % am 17. Jun. und weitere 3,6 % am darauffolgenden Tag, bevor die Märkte für den Juneteenth-Feiertag pausierten.
Ein Großteil der Volatilität ist auf den ungewöhnlich geringen öffentlichen Streubesitz der Aktie zurückzuführen. Nur etwa 4 % der Aktien stehen zum Handel zur Verfügung, während der Rest unter einem gestaffelten Freigabeplan gesperrt bleibt, der voraussichtlich rund um den ersten Quartalsbericht des Unternehmens beginnen wird, sich zu lockern.
Ein so begrenztes Angebot kann Kursschwankungen in beide Richtungen verstärken. Dieselbe Knappheit, die die anfängliche Rally antrieb, verstärkt nun den Verkaufsdruck, da die Marktstimmung abkühlt.
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Die Marktstimmung der Anleger veränderte sich, nachdem fast gleichzeitig zwei Entwicklungen eintraten. Am 17. Jun. begann der Handel mit Put-Optionen auf SPCX, was bärischen Anlegern eine praktische Möglichkeit bot, auf einen Kursrückgang zu setzen, nachdem Leerverkäufe aufgrund der begrenzten Aktienverfügbarkeit schwierig geblieben waren.
Einen Tag zuvor kündigte das Unternehmen Pläne zur Übernahme von Anysphere, dem Entwickler von Cursor, in einer 60-Milliarden-Dollar-Transaktion in Form von Aktien an. Die Transaktion weckte nur wenige Tage nach dem IPO Bedenken hinsichtlich einer Verwässerung.
Die Übernahme entfachte auch erneut die Debatte über die Bewertung. Zum Ausgabepreis wurde SpaceX mit einem Umsatzmultiplikator von fast dem 100-fachen des Umsatzes gehandelt – ein Wert, den viele Anleger als abhängig vom künftigen Wachstum von Starlink, Starship und den KI-Aktivitäten des Unternehmens betrachten, anstatt von den aktuellen Gewinnen.
Die finanziellen Ergebnisse stehen weiterhin unter Beobachtung. Starlink erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 11,4 Milliarden Dollar, doch der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer sank im ersten Quartal auf etwa 66 $ pro Monat, gegenüber 86 $ im Vorjahr. Unterdessen meldete das xAI-Segment einen Nettoverlust von 4,9 Milliarden Dollar.
Ein weiterer Faktor, den Anleger weiterhin beobachten, ist die Unternehmensführung. Elon Musk kontrolliert etwa 79 % der Stimmrechte, hält dabei jedoch nur etwa 42 % des Eigenkapitals des Unternehmens, was öffentlichen Aktionären nur begrenzten Einfluss auf wichtige strategische Entscheidungen lässt.
Der nächste große Test könnte kommen, wenn die Sperrfristen beginnen, abzulaufen. Eine Aktie, die von 135 $ auf über 225 $ gestiegen ist, während nur 4 % der Aktien verfügbar waren, wird einer anderen Angebotsdynamik gegenüberstehen, sobald ein größerer Teil der Aktionäre verkaufen kann – was möglicherweise darüber entscheiden wird, ob Anleger sich auf Starlinks Cashflow-Generierung oder die langfristige Wachstumsstory des Unternehmens konzentrieren.
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