SAN FRANCISCO, 18.06. — Der scheidende Apple-CEO Tim Cook warnte, dass die Nachfrage nach Speicherchips durch den KI-Boom den Technologieriesen zwingen wird, die Preise seiner Produkte zu erhöhen, wie ein gestern veröffentlichtes Interview mit dem Wall Street Journal berichtet.
„Leider sind Preiserhöhungen unvermeidlich", sagte er der Zeitung und fügte hinzu, dass sein Unternehmen versucht habe, „die Kunden vor den Erhöhungen zu schützen", dies jedoch „nicht mehr tragbar" geworden sei.
Er nannte weder den Zeitpunkt der Preiserhöhungen noch deren Ausmaß oder welche Geräte betroffen sein würden.
Apples nächste große Produkteinführung wird im September mit der iPhone-18-Reihe erwartet.
„Das Angebot ist knapp, während Verbraucher Geräte wollen und die Speicherhersteller enorme Preiserhöhungen weitergeben", sagte Cook.
Der Bericht des Wall Street Journal zitierte eine Schätzung des Forschungsunternehmens TechInsights, wonach Apple den Preis seines iPhone-Pro-Modells um 270 US-Dollar (1.103 RM) erhöhen müsste, um seine aktuelle Gewinnmarge aufrechtzuerhalten.
Der rasche Aufbau von KI-Rechenzentren hat die Kosten für Speicherchips und RAM in die Höhe getrieben — da diese Komponenten in nahezu allen elektronischen Geräten zu finden sind — wobei die Chips seit Ende 2025 vierteljährliche Preiserhöhungen von mindestens 50 Prozent verzeichnen.
Cook, der in seiner gesamten Karriere in der Lieferkette für Elektronik tätig war — darunter Tätigkeiten bei IBM und Compaq, bevor er zu Apple kam — sagte, er habe noch nie einen solchen Preisanstieg erlebt, und bezeichnete ihn als „hundertjähriges Hochwasser". — AFP


