Der US-Dollar wurde am Mittwoch nahe seinem niedrigsten Stand seit 10 Tagen gehandelt, da sich Anleger vor dem Zinsentscheid der Federal Reserve später am Tag mit großen Wetten zurückhielten.
Der US-Dollar-Index lag bei rund 99,50 bis 99,55 und war nach vier aufeinanderfolgenden Verlusttagen weitgehend unverändert.
US Dollar Index (DX-Y.NYB)
Die Märkte erwarten bei dieser Sitzung keine Zinsänderung. Kevin Warsh, der letzten Monat Fed-Vorsitzender wurde, hält seine erste Sitzung ab, und alle Augen sind darauf gerichtet, wie er die Zentralbank künftig führen will.
Analysten der ING sagten, der Dollar stütze sich nun stärker auf Erwartungen einer Fed-Straffung. Sie warnten, dass der Dollar stark fallen könnte, wenn Warsh andere Signale sendet als die Märkte erwarten.
Die allgemeine Marktstimmung war ruhiger als gewöhnlich. Ein zu Beginn dieser Woche angekündigtes vorläufiges Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran verringerte die Nachfrage nach sicheren Häfen wie dem Dollar.
Im Rahmen des Abkommens würde der Iran die Ölexporte wieder aufnehmen und sein Atomprogramm für 60 Tage einfrieren, während die Verhandlungen fortgesetzt werden. Das Abkommen könnte zudem die Straße von Hormus wieder für die Schifffahrt öffnen.
Brent-Rohöl fiel nach den Nachrichten unter 80 Dollar je Barrel, was ebenfalls zur gesunkenen Nachfrage nach sicheren Häfen beitrug.
Der japanische Yen blieb schwach bei 160,27 je Dollar – ein Niveau, das Händler als rote Zone betrachten, bei der japanische Behörden eingreifen könnten, um die Währung zu stützen.
Die Bank of Japan erhöhte die Zinsen am Dienstag auf 1 % – den höchsten Stand seit 31 Jahren –, während sie versucht, die Inflation infolge von Energiepreisschocks im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt unter Kontrolle zu bringen.
Trotz der Zinserhöhung stärkte sich der Yen nicht. Analysten sagen, die BOJ habe wenig Hinweise darauf gegeben, wann die nächste Zinserhöhung kommen könnte, was die Marktreaktion begrenzte.
Jane Foley, leitende Forex (FX)-Strategin bei Rabobank, sagte, die Entscheidung der BOJ werde noch immer vom Fed-Meeting überschattet. Händler warten auf klarere Signale, bevor sie ihre Positionen beim Yen neu ausrichten.
Die Reserve Bank of Australia ließ ihren Leitzins unverändert bei 4,35 %, warnte jedoch, dass sie die Zinsen erneut anheben könnte, falls die Inflation nicht nachlässt. Der australische Dollar wurde bei rund 0,7063 Dollar gehandelt.
Der Euro hielt sich bei 1,1613 Dollar und das britische Pfund war mit 1,3431 Dollar kaum verändert.
Erik Weisman von MFS Investment Management sagte, Warsh baue möglicherweise noch Konsens innerhalb der Fed auf, bevor er mutige Aussagen zur Politikausrichtung mache.
Das Ergebnis von Warshs erster Pressekonferenz dürfte in den kommenden Wochen den Ton für die Dollar-Entwicklung vorgeben.
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