Eine parteiübergreifende Gruppe von US-Senatoren drängt das Finanzministerium darauf, die staatliche Zuständigkeit bei der Stablecoin-Regulierung zu erhalten. Sie argumentieren, dass kleinere Emittenten nicht in ein vollständig zentralisiertes föderales Aufsichtsmodell unter dem GENIUS Act gezwungen werden sollten.
Angeführt von Sen. Cynthia Lummis, zusammen mit den Senatoren Kirsten Gillibrand und Bill Hagerty. Die Gesetzgeber schickten am 16.06.2025 einen Brief an Finanzminister Scott Bessent und baten um mehr Klarheit darüber, wie Staaten sich qualifizieren können, um Zahlungs-Stablecoin-Emittenten im Rahmen der Gesetzgebung zu beaufsichtigen.
Brief des US-Senats an Finanzminister Scott Bessent zur Umsetzung des GENIUS Act. Quelle: US-Senat
Die Debatte findet statt, während die Umsetzung des GENIUS Act in eine kritische Phase eintritt. Dies markiert eine der bedeutendsten Stablecoin-Regulierungsaktualisierungen in den Vereinigten Staaten in diesem Jahr.
Die Gesetzgeber betonten, dass der Kongress beabsichtigte, das duale Bankensystem des Landes zu erhalten. Indem Staaten weiterhin eine bedeutende Rolle bei der Beaufsichtigung von Digital-Asset-Unternehmen spielen können. Nach dem Gesetz dürfen Stablecoin-Emittenten mit weniger als 10 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten unter staatlicher Aufsicht tätig sein. Wenn ihre Regulierungsrahmen als „im Wesentlichen ähnlich" zu Bundesstandards eingestuft werden. Größere Emittenten würden weiterhin unter direkter Bundesaufsicht stehen.
Derzeit überschreiten nur eine Handvoll großer Stablecoins, darunter Tethers USDT, Circles USDC und USDS, die 10-Milliarden-Dollar-Schwelle.
In ihrem Brief baten die Senatoren das Finanzministerium, Folgendes bereitzustellen:
Laut den Gesetzgebern könnte das Fehlen verfahrenstechnischer Leitlinien Innovationen hemmen und die künftige staatliche Beteiligung im wachsenden Stablecoin-Sektor einschränken.
Das Thema verdeutlicht eine umfassendere politische Frage, die die Regulierung digitaler Assets prägt. Sollte die Aufsicht in Washington konzentriert sein, oder sollten die Staaten die Befugnis behalten, Wettbewerb und Innovation zu fördern? Befürworter des staatsbasierten Modells argumentieren, dass lokale Regulierungsbehörden historisch gesehen eine wichtige Rolle bei der Finanzaufsicht gespielt haben. Sie können schneller auf aufkommende Technologien reagieren.
Sie glauben auch, dass ein wettbewerbsfähiges regulatorisches Umfeld neue Teilnehmer in den Stablecoin-Markt locken könnte. Während gleichzeitig ein starker Verbraucherschutz aufrechterhalten wird. Die Diskussion findet inmitten eines zunehmenden institutionellen Interesses an Stablecoins statt. Da Finanzunternehmen Produkte vorbereiten, die darauf ausgelegt sind, dem neuen Regulierungsrahmen zu entsprechen.
Die jüngste Entwicklung überschneidet sich auch mit den laufenden Bemühungen rund um den CLARITY Act, einem weiteren wichtigen Digital-Asset-Gesetzentwurf, der durch den Kongress bewegt wird. Sen. Cynthia Lummis ist eine der stärksten Befürworterinnen der Gesetzgebung. Sie argumentiert, dass klarere Regeln für Innovation und Verbraucherschutz notwendig sind. Der Gesetzentwurf würde die Aufsichtsverantwortung zwischen der SEC und der CFTC aufteilen. Während er rechtliche Sicherheit für Entwickler, Stablecoin-Emittenten und dezentralisierte Finanzprojekte bietet.
Jüngste Aussagen von Lummis betonten, dass der CLARITY Act moderne Offenlegungsstandards einführen würde. Er wird das Recht auf Eigenverwahrung unterstützen und zusätzliche Ressourcen für Strafverfolgungsbehörden bereitstellen, die Krypto-bezogenen Betrug untersuchen.
Während die Gesetzgeber die Verhandlungen über den GENIUS Act und den CLARITY Act fortsetzen. Das Ergebnis könnte die Zukunft der US-amerikanischen Regulierung digitaler Assets maßgeblich gestalten. Für Investoren, Unternehmen und politische Entscheidungsträger, die heute Krypto-Nachrichten verfolgen, könnten die in Washington in den kommenden Monaten getroffenen Entscheidungen darüber bestimmen, wie Innovation und Aufsicht in der nächsten Generation der Finanzinfrastruktur koexistieren.
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