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ASML (NASDAQ:ASML) war einer der prägenden KI-Infrastruktur-Trades des Jahres 2026 – der niederländische Lithographie-Monopolist profitierte von einem Rekordauftragsbestand, einer angehobenen Jahresprognose und neuem Mega-Cap-Enthusiasmus auf neue Höchststände. Nach einem Kursanstieg von 74,81 % seit Jahresbeginn stellt sich die Frage, ob die Rally noch weiteres Potenzial hat.
Unser 24/7 Wall St. Kursziel für ASML beträgt $1.996,77 für die nächsten 12 Monate. Da die Aktie zuletzt bei $1.863,55 gehandelt wurde, impliziert dies ein Aufwärtspotenzial von rund 7,1 %. Die Empfehlung lautet Kaufen mit 90 % Zuversicht.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Aktueller Preis | $1.863,55 |
| 24/7 Wall St. Kursziel | $1.996,77 |
| Aufwärtspotenzial | 7,1 % |
| Empfehlung | KAUFEN |
| Zuversichtsniveau | 90 % |
ASML hat in der vergangenen Woche 13,51 % und im vergangenen Monat 17,83 % zugelegt, womit die Aktie rund 11 % unterhalb des 52-Wochen-Hochs von $1.903,50 liegt. Die Aktie wurde kürzlich zum ersten europäischen Unternehmen, das die Marktkapitalisierung von $700 Milliarden überschritt – unterstützt durch Elon Musks Aussage, ASML sei „wohl das größte Unternehmen in Europa", und seiner Bestätigung als kritischer Lieferant für das $55-Milliarden-SpaceX-Tesla-Terafab-Projekt.
Die Fundamentaldaten stützen die Bewegung. Q1 2026 lieferte einen EPS von $8,4349 bei einem Umsatz von $10,34 Milliarden mit einer Bruttomarge von 53 %. Das Management hob den Ausblick für das Gesamtjahr 2026 auf €36 Milliarden bis €40 Milliarden an, und der Auftragsbestand Ende 2025 lag mit $45,06 Milliarden auf einem Rekordniveau.
Das Bullen-Szenario ist eindeutig: KI-Capex ist strukturell knapp, und ASML ist der Engpass. CEO Christophe Fouquet sagte, „die Nachfrage nach Chips übersteigt das Angebot", und dass Kunden ihre Kapazitätserweiterungspläne für 2026 und darüber hinaus beschleunigen. Die Netto-Auftragseingänge im Q4 2025 erreichten $15,28 Milliarden, wobei EUV allein $8,60 Milliarden ausmachte.
Die Sell-Side-Analysten stehen dahinter. BofA Securities bekräftigte die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von $2.268 und verwies auf einen potenziellen Pfad bis 2030 zu €73 Milliarden Umsatz und über €90 EPS. JP Morgan erhöhte die Schätzungen für die Folgejahre, nachdem man zu dem Schluss gekommen war, dass ASML mehr als 110 Low-NA-EUV-Systeme jährlich ausliefern kann – deutlich über der bisherigen Obergrenze von 90 Einheiten. Unser Bullen-Szenario deutet auf $2.081,87 innerhalb von 12 Monaten hin.
Das Bären-Szenario beginnt mit der Bewertung. ASML wird mit einem nachlaufenden KGV von 62x und einem Forward-KGV von 51x gehandelt. Morningstar wechselte Ende Mai zur Verkaufsempfehlung mit Verweis auf eine Überbewertung.
Exportkontrollen bleiben der Unsicherheitsfaktor: Das Management hat die breite Prognosespanne für 2026 ausdrücklich so gestaltet, um potenzielle Ergebnisse laufender Diskussionen rund um Exportkontrollen aufzufangen, und der China-Umsatz wird 2026 voraussichtlich deutlich zurückgehen.
Hypothetisch würden Bären darauf hinweisen, dass der freie Cashflow in Q1 mit -$3,08 Milliarden negativ war – dies spiegelt jedoch das Timing des Working Capitals bei EUV-Lieferungen wider und keine Verschlechterung des Geschäfts. Unser Bären-Szenario für 12 Monate liegt bei $1.581,31.
Mein Urteil lautet Kaufen mit 90 % Zuversicht, mit einem 24/7 Wall St. Kursziel von $1.996,77. Der entscheidende Faktor ist der Auftragsbestand: $45 Milliarden an kontrahierter Nachfrage, eine Gewinnwachstumsrate von 19 % und eine unübertroffene Monopolstellung rechtfertigen das Premium-Multiple.
Das Setup begünstigt Anleger, die einen Rücksetzer von 10–15 % bei Schlagzeilen zu Exportkontrollen verkraften können. Die These schwächt sich ab, wenn der KI-Capex-Zyklus 2027 seinen Höhepunkt erreicht und die EUV-Preissetzungsmacht nachlässt.
| Jahr | 24/7 Wall St. Kursziel |
|---|---|
| 2026 | $1.996,77 |
| 2027 | $2.210 |
| 2028 | $2.420 |
| 2029 | $2.620 |
| 2030 | $2.818 |
Diese Prognosen gehen davon aus, dass ASML weiterhin auf seine Umsatzchance von €44–60 Milliarden bis 2030 bei Bruttomargen von 56–60 % hinarbeitet. Erhebliches Aufwärtspotenzial könnte durch eine beschleunigte High-NA-EUV-Übernahme entstehen, während ein umfassendes China-Exportverbot oder eine KI-Capex-Pause zu einem erheblichen Abwärtsdruck führen würde.
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