Auf der Money20/20 Europe-Veranstaltung konzentrierten sich die Diskussionen rund um die finanzielle Compliance stark auf die sich verändernde Regulierungslandschaft im Vereinigten Königreich. Roger Binks, Chief Commercial and Marketing Officer bei Kani Payments, sprach über die jüngsten Untersuchungen des Unternehmens, wie Zahlungsdienstleister mit den neuen Anforderungen der Financial Conduct Authority (FCA) umgehen. Da die regulatorische Kontrolle zunimmt, ist der Übergang von manueller, periodischer Überwachung zu vollständig automatisierten täglichen Abläufen zu einem entscheidenden Meilenstein für Zahlungsanbieter geworden.
Kani Payments hat die Studie „Safeguarding Readiness in the UK Payments Sector" in Auftrag gegeben, um die operativen Realitäten besser zu verstehen, mit denen Zahlungsdienstleister vor Ort konfrontiert sind. Da Kani bereits ein etabliertes Kundenportfolio im Zahlungssektor verwaltet, nutzt das Unternehmen regelmäßig direktes Feedback von seinen Kunden und Branchenkontakten, um die Produktentwicklung zu steuern. Die Umfrage wurde entwickelt, um reale Daten zu sammeln, die Kani helfen, seine technischen Lösungen zu verfeinern und zu verbessern.
Die Studie deckte eine erhebliche Diskrepanz auf zwischen dem, wie bereit sich Unternehmen behaupteten zu sein, und ihrer tatsächlichen Fähigkeit, eine regulatorische Prüfung zu bestehen. Während die neuen Client Assets (CASS)-ähnlichen Schutzvorschriften der FCA eine Umstellung auf tägliche Abstimmungen erfordern, hinken viele Unternehmen noch hinterher.
Die Daten beleuchteten einen klaren Widerspruch im Markt:
Die Häufigkeitsdiskrepanz: Eine überraschend hohe Anzahl von Zahlungsdienstleistern führt Abstimmungen immer noch wöchentlich oder monatlich durch, anstatt sie täglich durchzuführen, wie es die aktualisierten Vorschriften verlangen.
Der Verifizierungsrückgang: Obwohl mehrere Unternehmen zunächst behaupteten, die neuen FCA-Standards vollständig einzuhalten, sank ihr Vertrauen erheblich, als sie gefragt wurden, ob ihre Aufzeichnungen unter strenger regulatorischer Prüfung vollständig korrekt bleiben würden.
Prüfungsanfälligkeit: Diese Lücke zeigt, dass Unternehmen zwar Compliance-Standards erfüllen wollen, ihnen jedoch die operative Sicherheit fehlt, die erforderlich ist, um täglich wirklich prüfungsbereit zu sein.
Binks wies darauf hin, dass das größte Risiko für Zahlungsanbieter in den nächsten 12 Monaten darin besteht, die Schutz-Compliance als temporäres Projekt statt als laufende operative Anforderung zu behandeln. Viele Branchengespräche konzentrieren sich darauf, Compliance als „einmalige" Aufgabe zu erreichen.
In der Realität erfordert ein erfolgreicher Schutz eine dauerhafte Änderung der Arbeitsweise eines Unternehmens. Compliance muss zu einem eingebetteten, kontinuierlichen Workflow werden, der täglich läuft. Kanis Lösung adressiert dieses Problem, indem sie Unternehmen beim Übergang zu automatisiertem täglichem Tracking unterstützt, was wertvolle Zeit spart und die Gewissheit bietet, dass interne Aufzeichnungen korrekt und vollständig compliant sind.
Für Organisationen, die ihre Schutzsysteme noch verbessern müssen, empfiehlt Kani einen praktischen, schrittweisen Ansatz zur Identifizierung und Beseitigung operativer Schwachstellen.
Den End-to-End-Prozess abbilden: Unternehmen sollten damit beginnen, ihren gesamten aktuellen Abstimmungsprozess auf Papier zu skizzieren, um zu visualisieren, wie Daten innerhalb der Organisation fließen.
Bruchpunkte und einzelne Fehlerquellen identifizieren: Teams müssen Systemlücken lokalisieren, wie z. B. nicht verbundene Softwareprogramme oder die übermäßige Abhängigkeit von einem einzelnen Mitarbeiter, der exklusives Wissen über eine bestimmte Prozesskonfiguration besitzt.
Vollständig auf automatisierte Lösungen umstellen: Organisationen müssen von der manuellen Eingabe auf den automatisierten Prozess umstellen und dabei bleiben, operativen Unbehagen überwinden und automatisierten Systemen für die tägliche Berichterstattung vertrauen.
Die Abstimmungsverzögerung: Eine erhebliche Anzahl von Zahlungsdienstleistern führt keine täglichen Abstimmungen durch und hält stattdessen an veralteten wöchentlichen oder monatlichen Zeitplänen fest, trotz strenger neuer FCA-Richtlinien.
Die Compliance-Vertrauenslücke: Während viele Organisationen behaupten, mit den neuen Vorschriften konform zu sein, sinkt ihr Vertrauen stark, wenn sie hinsichtlich der tatsächlichen Prüfungsbereitschaft und Datengenauigkeit bewertet werden.
Das Risiko der Projektmentalität: Die Behandlung des Schutzes als temporäres Einmalprojekt ist die größte operative Bedrohung für Anbieter; es muss als dauerhafter, täglicher Geschäftsprozess behandelt werden.
Der Beitrag „Safeguarding and Reconciliation Readiness in the UK Payments Sector" erschien zuerst auf FF News | Fintech Finance.


