OSLO, 15. Juni — Der Stiefsohn von Norwegens Kronprinz Haakon wurde wegen zwei Vergewaltigungen, häuslicher Gewalt und weiterer Vergehen schuldig gesprochen und zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, wie ein Osloer Gericht heute entschied.
Marius Borg Hoiby, 29, der der Königsfamilie beitrat, als seine Mutter Mette-Marit Haakon im Jahr 2001 heiratete, wurde in zwei weiteren Anklagepunkten wegen Vergewaltigung freigesprochen.
Er hatte sich in den schwerwiegendsten Anklagepunkten, darunter Vergewaltigung, für nicht schuldig bekannt, räumte jedoch einige minderschwere Vergehen ein und kann gegen das Urteil Einspruch einlegen.
Die Staatsanwaltschaft hatte beantragt, Hoiby zu sieben Jahren und sieben Monaten Gefängnis zu verurteilen.
Der siebenwöchige Prozess hielt das nordische Land in Atem und enthüllte Details über Hoibys Drogensucht, selbst aufgenommene Videos sexueller Begegnungen sowie mehr als 800 elektronische Nachrichten, die als Beweismittel eingebracht wurden. Vor Gericht wurde bekannt, dass eine angebliche Vergewaltigung im Keller des Familienhauses des Kronprinzen stattgefunden haben soll. — Reuters


