Tansania hat nach technischen Gesprächen, bei denen die pflanzenschutzrechtlichen Bedingungen für Frischexporte geklärt wurden, den Marktzugang für Bananen nach Südafrika gewonnen. Der Schritt verschafft tansanischen Anbauern Zugang zu einem größeren regionalen Markt und könnte die Gewinne entlang der Bananenwertschöpfungskette steigern.
Das Abkommen folgte auf Verhandlungen zwischen der Tanzania Plant Health and Pesticides Authority und Südafrikas National Plant Protection Organisation, NPPOZA, über phytosanitäre Anforderungen. Diese Bedingungen ebnen nun den Weg für tansanische Frischbananen, den südafrikanischen Markt zu betreten.
Das ist von Bedeutung, weil Tansania bereits Bananen über seine Grenzen hinaus verkauft. Nach Angaben tansanischer Behörden wird die Ernte bereits nach Sambia, Malawi, Uganda und in Märkte der Europäischen Union verschifft. Neuere offizielle Handels- und Wirtschaftsdaten deuten darauf hin, dass Tansanias landwirtschaftliche Exporte jährlich im niedrigen bis mittleren einstelligen Milliardenbereich in Dollar liegen; jede spezifische Zahl wie 3,54 Milliarden Dollar sollte bei Verwendung klar einem bestimmten Jahr und Datensatz zugeordnet werden. Im Jahr 2024 exportierte Tansania Bananen im Wert von etwa 3,67 Millionen Dollar und war damit der 60. größte Bananenexporteur weltweit.
Die Marktöffnung passt auch zu Tansanias breiterem Bestreben, landwirtschaftliche Exporte auszubauen. Die Behörden sagten, die Entwicklung unterstütze Tansanias umfassendere Agenda zur Ausweitung der Agrarexporte und zur Modernisierung des Sektors bis 2030, obwohl sie in den Berichten zum Bananendeal keine Initiative mit dem Titel „Agriculture Agenda 2030" ausdrücklich nannten. Dieser Plan zielt auf ein 10-prozentiges Wachstum des Agrarsektors ab und soll den Wert der landwirtschaftlichen Exporte steigern.
Prof. Joseph Ndunguru, der Generaldirektor der TPHPA, sagte, das Abkommen sei Teil der staatlichen Bemühungen, neue Märkte für landwirtschaftliche Erzeugnisse zu erschließen. Er sagte, es solle die Einkommen der Landwirte erhöhen und die Rolle der Landwirtschaft in der wirtschaftlichen Entwicklung stärken. Er sagte auch, der Schritt unterstütze Tansanias Ambitionen, ein wichtiges Zentrum für die Nahrungsmittel- und Cash-Crop-Produktion zu werden.
Die Öffnung sollte die wirtschaftliche Grundlage für den Bananenanbau verbessern. Dr. Ben Ngowi, Leiter der Pflanzenschutzsicherheit bei TPHPA, sagte, der Zugang zu Südafrika sollte die Bananenwerte steigern, Investitionen in Produktion und Verarbeitung fördern und mehr Arbeitsplätze entlang der Wertschöpfungskette schaffen.
Er verknüpfte den Marktzugang mit stärkeren Pflanzenschutzsystemen. Dazu gehören Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen, die Rückverfolgbarkeit von Erzeugnissen vom Feld bis zum Markt, die Inspektion von Farmen und Verpackungsanlagen sowie international anerkannte phytosanitäre Zertifikate. Das ist für Käufer von Bedeutung, da die Einhaltung der Vorschriften darüber entscheidet, ob Erzeugnisse in großem Maßstab über Grenzen bewegt werden können.
Die TPHPA bereitet derzeit Sensibilisierungs- und Bereitschaftsprogramme für Interessenträger vor. Diese werden phytosanitäre Anforderungen, Qualitätsstandards, Ernteinspektionen und Zertifizierungsverfahren abdecken. Ziel ist es, die Exporte zu beschleunigen, sobald Händler und Landwirte die erforderlichen Schritte abgeschlossen haben.
Die Behörde hat außerdem 15 Unternehmen registriert, die an der Produktion, Verpackung und dem Export von Avocados für den südafrikanischen Markt beteiligt sind. Das zeigt, dass Tansania eine breitere Exportpipeline im Gartenbau aufbaut, nicht nur bei Bananen.
Für Investoren ist das Signal klar. Tansania weitet den formellen Zugang zu regionalen Märkten aus und baut die Systeme auf, die für den Handel erforderlich sind. Der nächste Fokus wird darauf liegen, wie schnell Exporteure, Packhäuser und Anbauer den neuen Zugang in stabile Versandvolumina und bessere Erzeugerpreise umwandeln können.
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