Eric See-To sagte, er werde rechtliche Schritte gegen Hisyamuddin Ghazali einleiten, wenn der J-Kom-Chef es versäume, innerhalb der nächsten zwei Wochen eine Klage gegen ihn bei Gericht einzureichen.
PETALING JAYA: Der Social-Media-Influencer Eric See-To und J-Kom-Chef Hisyamuddin Ghazali haben ihren verbalen Schlagabtausch und gegenseitige rechtliche Drohungen wegen Rassismusvorwürfen und Machtmissbrauch fortgesetzt.
See-To, ein ehemaliger Kommunikationsspezialist der Barisan Nasional, forderte Hisyamuddin auf, ihn vor Gericht zu verklagen, nachdem Hisyamuddin, der Generaldirektor der Abteilung für Gemeinschaftskommunikation (J-Kom), angekündigt hatte, ihm ein Forderungsschreiben zu schicken, weil er ihn des Rassismus beschuldigt habe.
See-To sagte, sollte Hisyamuddin es versäumen, innerhalb der nächsten zwei Wochen eine Klage gegen ihn einzureichen, werde er selbst rechtliche Schritte gegen Hisyamuddin einleiten und dabei auch den Kommunikationsminister, den Generaldirektor des öffentlichen Dienstes sowie den Premierminister als Mitbeklagte benennen.
Er werde außerdem eine Zivilklage wegen Machtmissbrauch im öffentlichen Amt einreichen, erklärte See-To in einem Online-Beitrag.
Hisyamuddin erstattet Anzeige bei der Polizei
Hisyamuddin hatte See-To zuvor vorgeworfen, seine Worte verdreht zu haben, um den Eindruck zu erwecken, er habe alle Chinesen angegriffen, obwohl er gezielt See-To und den Geschäftsmann Albert Tei ins Visier genommen habe.
Der J-Kom-Chef war gestern unter Beschuss geraten, weil er in einem Social-Media-Beitrag, der später geändert wurde, angeblich das rassistische Schimpfwort „Cina sesat" (verirrte Chinesen) gegen Tei und See-To verwendet hatte. Er soll Tei und See-To außerdem als „Handlanger der Opposition" bezeichnet und behauptet haben, sie würden Premierminister Anwar Ibrahim kontinuierlich angreifen.
Hisyamuddin sagte, er habe Anzeige bei der Polizei erstattet und sein Büro stelle Beweise zusammen, darunter Links und Screenshots für seinen Fall. „Meine Anwälte haben alle Aussagen und damit zusammenhängenden Veröffentlichungen in den sozialen Medien für weitere Maßnahmen geprüft", sagte er.
See-To hingegen erklärte, seine rechtlichen Schritte würden darauf abzielen, nachzuweisen, dass öffentliche Gelder, die für neutrale und professionelle Regierungskommunikation bestimmt seien, für parteiische, politische und persönliche Zwecke umgeleitet worden seien.
„Dazu gehören die Visierung von Regierungskritikern, Drohungen mit rechtlichen Schritten, Polizeianzeigen, die Verteidigung von Rassismus und die Produktion von Propaganda, die nichts mit dem offiziellen Kommunikationsauftrag der Regierung zu tun hat", sagte er.
„Öffentliche Gelder sind keine Parteigelder. Eine Regierungsposition ist keine Lizenz, ein Cybertrooper zu sein", sagte er.


