IC3-Forscher veröffentlichten am 8. Juni eine 155-seitige Studie, die untersucht, wie künstliche Intelligenz und Krypto sich gegenseitig unterstützen können.
Die Studie besagt, dass eine bedeutungsvolle Integration noch in den Anfängen steckt, und fordert stärkere Belege für die Behauptungen, dass Blockchain KI-Agenten autonom machen, generierten Inhalt identifizieren oder Modell-Bias beseitigen kann.
Das Papier weist Krypto nicht zurück. Es besagt, dass Zero-Knowledge-Beweise, vertrauenswürdiges Computing und Blockchains KI-Systeme sichern, Aufzeichnungen aufbewahren und Maschinenzahlungen unterstützen können. Die Forscher argumentieren jedoch, dass diese Tools engere Probleme ansprechen, als viele Branchenbehauptungen nahelegen.
„KI-Systeme werden nicht intelligenter, indem sie eine Wallet besitzen", schrieben die Autoren. Eine Wallet kann einem Agenten ermöglichen, zu handeln, zu bezahlen und auf Dienste zuzugreifen, ohne für jede Aktion eine Genehmigung einzuholen. Dennoch können Menschen weiterhin die Regeln ändern, Server abschalten oder den Zugang zu unterstützenden Systemen sperren.
Die Forscher stellen außerdem fest, dass zentralisierte Finanzsysteme programmierbare Zahlungen ermöglichen können. Sie sagen, dass Blockchain-Infrastruktur Neutralität und Zensurresistenz bieten kann, aber Projekte müssen messbare Vorteile gegenüber zentralisierten Alternativen nachweisen.
Wie zuvor von crypto.news berichtet, startete MetaMask am 8. Juni seine Agent Wallet mit Early-Access. Sie ermöglicht es KI-Systemen, Swaps und andere On-Chain-Transaktionen unter benutzerdefinierten Regeln durchzuführen.
Darüber hinaus führte Robinhood separate agentenbasierte Handels- und Kartenkonten ein, während die Agenten von den Hauptvermögenswerten der Nutzer ferngehalten werden. Diese Kontrollen unterstützen IC3s Ansicht, dass Menschen die Kontrolle behalten.
IC3 sagt, dass Blockchains eine Datei mit einem Zeitstempel versehen und einen Anspruch über ihre Herkunft aufbewahren können. Ein Netzwerk kann jedoch kein Off-Chain-Bild, -Video oder -Text prüfen und entscheiden, ob ein Mensch oder ein Modell es erstellt hat. Ein externer Klassifikator muss dieses Urteil liefern.
Wenn der Klassifikator falsch liegt, bewahrt die Blockchain den falschen Anspruch. Provenienz-Tools können registrierte Dateien dokumentieren, aber die meisten Online-Inhalte sind kryptografisch nicht verankert. Die Forscher sagen daher, dass Blockchains die Integrität von Aufzeichnungen schützen, nicht die Wahrheit der ursprünglichen Aussage.
Die Studie weist auch die Behauptung zurück, dass dezentralisiertes Training oder dezentralisierte Governance automatisch fairere KI produziert. Bias kommt oft aus Trainingsdaten, Modelldesign und Inferenzmethoden. Die Verlagerung dieser Prozesse auf ein verteiltes Netzwerk korrigiert sie nicht.
Blockchain kann ausgewählte Aufzeichnungen sichtbar machen und die Beteiligung an Governance-Entscheidungen erweitern. Das Papier besagt jedoch, dass die Vorteile für die Modellqualität unklar bleiben und echte Fallstudien benötigen. Es warnt auch davor, dass die Speicherung großer Datensätze, Checkpoints und Inferenzaufzeichnungen On-Chain Kosten- und Skalierungsgrenzen schafft.
Jüngste Produkteinführungen zeigen, warum die Debatte wichtig ist. Wie zuvor von crypto.news berichtet, starteten Solana und Google Cloud Pay.sh, damit AI Agents API-Zugang mit Stablecoins pro Anfrage kaufen können. IC3 sieht Potenzial in solchen Anwendungen, fordert aber Entwickler auf zu beweisen, dass Krypto bessere Kosten, Zugang oder Resilienz als bestehende Zahlungstools bei realen Agentendiensten bietet.
![[EDITORIAL] Das ist nicht das Ateneo, das wir kennen](https://www.rappler.com/tachyon/2026/06/animated-ateneo-basketball-players-drowning-June-15-2026.gif?resize=75%2C75&crop_strategy=attention)
