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Euro steigt bei wachsenden EZB-Zinserhöhungserwartungen; US-NFP-Daten im Fokus
Der Euro legte am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar leicht zu, gestützt durch wachsende Markterwartungen, dass die Europäische Zentralbank auf ihrer bevorstehenden Sitzung eine weitere Zinserhöhung vornehmen wird. Die Händler richten ihre Aufmerksamkeit nun auf den US-Nonfarm-Payrolls-Bericht, der später in dieser Woche erwartet wird und die nächste wichtige Bewegung im EUR/USD-Paar bestimmen könnte.
Die Märkte haben ihre Einpreisung einer Zinserhöhung der EZB um 25 Basispunkte im Juni erhöht, nachdem mehrere Entscheidungsträger hawkische Kommentare abgegeben haben. Mitglieder des EZB-Rats haben betont, dass die Inflation, insbesondere im Dienstleistungssektor, zu hoch bleibt und dass weitere Straffungsmaßnahmen erforderlich sein könnten. Die Verschiebung der Erwartungen hat der Einheitswährung Rückenwind gegeben und EUR/USD während der europäischen Handelszeiten über die Marke von 1,0850 gedrückt.
Die Gewinne des Euro kommen trotz eines relativ ruhigen Wirtschaftskalenders in der Eurozone in dieser Woche. Investoren konzentrieren sich stattdessen auf die breitere geldpolitische Divergenz zwischen der EZB und der Federal Reserve. Während allgemein erwartet wird, dass die Fed die Zinsen auf ihrer nächsten Sitzung unverändert hält, gilt es als wahrscheinlicher, dass die EZB ihren Straffungszyklus fortsetzt, was den Euro kurzfristig begünstigt.
Das wichtigste Risikoereignis für das Paar in dieser Woche ist die Veröffentlichung der US-Beschäftigungsdaten für April. Von Reuters befragte Ökonomen erwarten, dass die Wirtschaft 240.000 Arbeitsplätze hinzugefügt hat – eine Verlangsamung gegenüber dem Vormonat, aber immer noch ein solider Wert. Eine stärker als erwartete Zahl könnte die Erwartungen einer geduldigen Fed wiederbeleben und potenziell auf den Euro lasten. Umgekehrt könnte ein schwächerer Wert die Ansicht stärken, dass der US-Arbeitsmarkt sich abkühlt, was zu den jüngsten Gewinnen des Euro beitragen würde.
Analysten der ING stellten fest, dass der Dollar die Datenveröffentlichung in einer anfälligen Position betritt, nachdem er sich aufgrund schwächer als erwarteter BIP- und ISM-Fertigungsdaten abgeschwächt hatte. „Ein schwaches NFP könnte der Auslöser für eine nachhaltigere Euro-Rallye sein", schrieben sie in einer Notiz an Kunden.
Für Devisenhändler hängt der unmittelbare Ausblick für EUR/USD von der NFP-Veröffentlichung ab. Technische Niveaus zeigen Widerstand nahe 1,0900, wobei ein Durchbruch darüber die Tür zur Zone 1,0950-1,1000 öffnen würde. Auf der Unterseite wird Unterstützung bei 1,0800 und dann beim 50-Tage-Gleitender Durchschnitt um 1,0750 gesehen. Das Paar bleibt sensibel gegenüber Verschiebungen in den Zinserwartungen, und jede Überraschung bei den Beschäftigungsdaten könnte erhebliche Volatilität auslösen.
Über das NFP hinaus bleibt die Juni-Sitzung der EZB der dominierende mittelfristige Treiber. Wenn die Zentralbank eine Zinserhöhung liefert und weitere Straffungen signalisiert, könnte der Euro seine Erholung ausweiten. Allerdings könnten Anzeichen wirtschaftlicher Schwäche in der Eurozone das Aufwärtspotenzial begrenzen.
Der Euro profitiert von einer Kombination aus steigenden EZB-Zinserhöhungserwartungen und einem schwächeren Dollar-Umfeld. Der bevorstehende US-Arbeitsmarktbericht stellt den nächsten wichtigen Test für das Paar dar. Ein starkes NFP könnte den Vormarsch des Euro pausieren, während ein schwacher Wert ihn beschleunigen könnte. Investoren sollten sich auf potenzielle Volatilität vorbereiten und die Rhetorik der Zentralbanken genau beobachten.
F1: Warum steigt der Euro gegenüber dem Dollar?
Der Euro gewinnt, weil die Märkte zunehmend erwarten, dass die EZB die Zinsen erneut erhöht, während die Fed voraussichtlich unverändert bleibt. Diese Divergenz in den geldpolitischen Erwartungen unterstützt den Euro.
F2: Wie werden die US-NFP-Daten EUR/USD beeinflussen?
Ein starker NFP-Wert könnte den Dollar stärken und EUR/USD nach unten drücken, während ein schwacher Bericht den Dollar schwächen und dem Euro erlauben könnte, seine Gewinne auszuweiten. Die Daten sind ein wichtiger kurzfristiger Treiber für das Paar.
F3: Was sind die wichtigen Niveaus bei EUR/USD?
Widerstand liegt bei 1,0900 und dann bei 1,0950-1,1000. Unterstützung liegt bei 1,0800 und dem 50-Tage-Gleitenden Durchschnitt nahe 1,0750. Ein Durchbruch über oder unter diese Niveaus könnte die nächste Richtungsbewegung signalisieren.
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